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Perspektiven diversitätssensiblen Mentorings im Kontext der Förderung von Biografizität

  • Babette MöldersEmail author
Chapter
Part of the Prekarisierung und soziale Entkopplung – transdisziplinäre Studien book series (PSETS)

Zusammenfassung

Der folgende Artikel befasst sich mit den Perspektiven zur Gestaltung von diversitätssensiblen Mentoringprogrammen an Hochschulen. Zunächst wird der Mentoringbegriff in seiner historischen Entwicklung fokussiert und der aktuelle Stand von Mentoringprogrammen an Hochschulen dargestellt. Darauffolgend wird erörtert, wie Mentoring als diversitätssensibles Beratungsformat an Hochschulen eingesetzt werden kann. Um Gestaltungsmöglichkeiten eines diversitätssensiblen Mentorings aufzuzeigen, wird Bezug auf eine empirische Studie der Autorin genommen, in der mittels der Analyse biografisch-narrativer Interviews der Frage nachgegangen wird, welche Funktionen Mentoringprogramme zur Unterstützung des Übergangs von der Hochschule in den Beruf entfalten können. Die Ergebnisse der Studie zeigen unterscheidbare Funktionen von Mentoring auf, die in Zusammenhang zur biografisch abgelagerten Haltung der Mentees zu den eigenen Erfahrungen stehen. Mentoring wird als Beratungsinstrument verortet, das Biografizität fördern kann und es wird herausgestellt, welche Verbindungslinien zu Diversity sowie zur Gestaltung diversitätssensibler Mentoringprogramme abzuleiten sind.

Schlüsselwörter

Mentoring Diversity Biografieforschung Bildungsberatung Übergangsforschung Biografizität 

Literatur

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Weiterführende Literatur

  1. Petersen, R., Budde, M., Brocke, P. S., Doebert, G. (Hrsg.) (2017). Praxishandbuch Mentoring in der Wissenschaft. Wiesbaden: VS Springer.Google Scholar

Copyright information

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Authors and Affiliations

  1. 1.FOM Hochschule für Oekonomie & ManagementEssenDeutschland

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