Advertisement

„It was dynamic! We all learned together“

Forschendes Lernen diversitätssensibel gedacht – Didaktische Strategien für eine emanzipative Kompetenzentfaltung
  • David KergelEmail author
  • Birte Heidkamp
Chapter
Part of the Prekarisierung und soziale Entkopplung – transdisziplinäre Studien book series (PSETS)

Zusammenfassung

Wie lässt sich das Verhältnis zwischen forschendem Lernen und dem Ansatz einer diversitätssensiblen Hochschuldidaktik bestimmen? Sind diversitätssensible Interventionsformen und diversitätssensible methodische Strategien in Lehr-/Lernszenarien des forschenden Lernens zu integrieren, um ein diversitätssensibles forschendes Lernen zu ermöglichen?

Im Folgendem wird die These entwickelt, dass forschendes Lernen durch die erkenntnisoffene Haltung aller Beteiligten sowie durch die emanzipative Selbstermächtigung, die Akteure zu Forschenden werden lässt, ohne weitere Modifikationen an ein machtkritisch diversitätssensibles Lehren und Lernen anschlussfähig ist. Um ein machtkritisch diversitätssensibles forschendes Lernen zu realisieren, ist es nicht notwendig, forschendes Lernen neu zu konzeptionieren. Vielmehr gilt es, das forschende Lernen aus einer machtkritisch diversitätssensiblen Perspektive zu denken. Bedingung für eine Freilegung des diversitätssensiblen Potenzials des forschenden Lernens stellt dabei die Bewusstwerdung seitens aller Beteiligten über die emanzipativen Möglichkeiten des forschenden Lernens dar.

Schlüsselwörter

Forschendes Lernen Didaktisches Rahmenmodell Diversitätssensibilität Wissenschaftstheorie Erkenntnisskeptizismus Emanzipation Emanzipative Kompetenzentfaltung 

Literatur

  1. BAK – Bundesassistentenkonferenz (1970). Forschendes Lernen – Wissenschaftliches Prüfen. Schriften der Bundesassistentenkonferenz 5. Bonn: BAK.Google Scholar
  2. Boston Women’s Health Collective (1970). Women and their Bodies. A Course. Boston Women’s Health Collective.Google Scholar
  3. Butler, J. (2005). Gefährdetes Leben – Politische Essays. Frankfurt am Main: Suhrkamp.Google Scholar
  4. Dewey, J. (1993). Demokratie und Erziehung. Weinheim: Beltz.Google Scholar
  5. Fichten, W. (2013), Über die Umsetzung und Gestaltung Forschenden Lernens im Lehramtsstudium. Verschriftlichung eines Vortrags auf der Veranstaltung „Modelle Forschenden Lernens“ in der Bielefeld School of Education 2012 (Vortrag). URL: http://www.unioldeburg.de/fileadmin/user_upload/diz/download/Publikationen/Lehrerbildung_Online/Fichten_01_2013_Forschendes_Lernen.pdf. Zuletzt zugegriffen: 13. August 2015.
  6. Huber, L. (2013). Methodische Anregungen für den Umgang mit pragmatischen Schwierigkeiten im Forschenden Lernen. In L. Huber, M. Kröger & H. Schelhowe (Hrsg.), Forschendes Lernen als Profilmerkmal einer Universität. Beispiele aus der Universität Bremen (S. 247–255). Bielefeld: Webler.Google Scholar
  7. Huber, L. (2014). Forschungsbasiertes, Forschungsorientiertes, Forschendes Lernen: Alles dasselbe? Ein Plädoyer für eine Verständigung über Begriffe und Unterscheidungen im Feld forschungsnahen Lehrens und Lernens. Das Hochschulwesen. Forum für Hochschulforschung, -praxis und-politik 62, 22–29.Google Scholar
  8. Jenkins, A., Healey, M. & Zetter, R. (2007). Linking teaching and research in disciplines and departments. URL: http://www.heacademy.ac.uk/assets/York/documents/LinkingTeachingAndResearch_April07.pdf. Zuletzt zugegriffen: 18. Juli 2015.
  9. Kergel, D. (2015). Strategien zur Qualitätssicherung für ein forschendes Lernen mit digitalen Medien. Hamburger eLearn Magazin 14, S. 18–21.Google Scholar
  10. Kergel, D. (2011). Subjektorientierte Sozialisationstheorie- und Praxis. Aalborg: Institute for Learning and Philosophy, Aalborg University.Google Scholar
  11. Kergel, D. (2018). Qualitative Bildungsforschung. Ein integrativer Ansatz. Wiesbaden: VS Springer.Google Scholar
  12. Kergel, D., & Heidkamp, B. (2018a). Evaluation zwischen Subjektivierung und Bildungsorientierung. Überlegungen anhand eines Beispiels aus der E-Learningpraxis. In A. Weich A., J. Othmer & K. Zickwolf. (Hrsg.), Medien, Bildung und Wissen in der Hochschule (S. 71–97). Wiesbaden: VS Springer.CrossRefGoogle Scholar
  13. Kergel, D. & Heidkamp, B. (2018c). Forschendes Lernen mit mobilen Endgeräten. In C. de Witt & C. Gloerfeld (Hrsg.), Handbuch Mobile Learning (487–513). Wiesbaden: VS Springer. Google Scholar
  14. Kergel, D., & Heidkamp, B. (2015). Forschendes Lernen mit digitalen Medien. Ein Lehrbuch. #theorie #praxis #evaluation. Münster: Waxmann.Google Scholar
  15. Kergel, D., & Heidkamp, B. (Hrsg.) (2016). Forschendes Lernen 2.0. Partizipatives Lernen zwischen Globalisierung und medialem Wandel. Wiesbaden: VS Springer.Google Scholar
  16. Linde 2018, In A. Platte, M. Werner, S. Vogt & H. Fiebig (Hrsg.), Praxishandbuch Inklusive Hochschuldidaktik. Weinheim: Beltz/Juventa.Google Scholar
  17. Mahr, D., & Prüll, M. (2017). Körperliche Selbstermächtigung aus dem 3D Drucker? Feministische Kulturen als “Parallelwelten” und der Kampf um gesellschaftliche Teilhabe 1970. In P. Buckermann, A. Koppenburger & S. Schaupp (Hrsg.), Kybernetik, Kapitalismus, Revolutionen. Emanzipatorische Perspektiven im technologischen Wandel (S. 161–190). Münster: Unrast.Google Scholar
  18. Popper, K. R. (1973). Logik der Forschung. Tübingen: Mohr.Google Scholar
  19. Reinmann, G. (2011). Forschendes Lernen und wissenschaftliches Prüfen: die potentielle und faktische Rolle der digitalen Medien. In T. Meyer, W.-H. Tan, C. Schwalbe & R. Appelt (Hrsg.), Medien & Bildung Institutionelle Kontexte und kultureller Wandel (S. 291–305). Wiesbaden: VS Springer.CrossRefGoogle Scholar
  20. Walgenbach, K. (2014). Heterogenität – Intersektionalität – Diversity in der Erziehungswissenschaft. Opladen: Barbara Budrich.Google Scholar
  21. Weingart, P. (2003). Wissenschaftssoziologie. Bielefeld: Transcript.Google Scholar
  22. West, C., & Fenstermaker, S. (1995). Gender and Society 9(1), 837.Google Scholar
  23. Willison, J. & O’Regan, K. (2007). Commonly known, commonly not known, totally unknown: a framework for students becoming researchers. Higher Education Research & Development 26(4), 393–409.CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/GöttingenHildesheimDeutschland
  2. 2.Hochschule Rhein-WaalKamp-LintfortDeutschland

Personalised recommendations