Advertisement

Die Symbolische Ordnung schlägt zurück: Wie die etablierten Kräfte „Gutmenschen“ angreifen

  • Emre ArslanEmail author
Chapter

Zusammenfassung

Die Entscheidung der Bundesregierung im Jahre 2015 Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten aufzunehmen und die darauffolgende Kritik daran, stellt einen Wendepunkt in der Karriere des Wortes „Gutmensch“ dar. Dieser Begriff wurde bereits in den 1990er Jahren verwendet, und erfreute sich Anfang der 2000er noch größerer Beliebtheit. Das Flüchtlingsthema führte jedoch dazu, dass 2015 die Bezeichnung „Gutmensch“ von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) als Unwort des Jahres gewählt wurde.

Literatur

  1. Arslan, E. (2016). Geschichten der Nation und des Menschen: Das Mythische und das Erlebte. In K. Bozay, et al. (Hrsg.), Die haben gedacht, wir waren das: MigrantInnen über rechten Terror und Rassismus. PapyRossa: Köln.Google Scholar
  2. Auer, K. (2002). „Political Correctness“ – Ideologischer Code, Feindbild und Stigmawort der Rechten. ÖZP, 31(3), 291–303.Google Scholar
  3. Balibar, E. (1992). Gibt es einen „Neo- Rassismus“? In E. Balibar & I. Wallenstein (Hrsg.), Rasse-Klasse-Nation. Ambivalente Identitäten. Hamburg: Argument.Google Scholar
  4. Bourdieu, P. (1976). Entwurf einer Theorie der Praxis auf der ethnologischen Grundlage der kabylischen Gesellschaft. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  5. Bourdieu, P. (2001). Meditationen: zur Kritik der scholastischen Vernunft. In Kapitel 5: „Symbolische Gewalt und politische Kämpfe“. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  6. Bourdieu, P. (2005). Die männliche Herrschaft. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  7. Bourdieu, P., et al. (2010). Das Elend der Welt. Konstanz: UVK.Google Scholar
  8. Brehm, S. S., Kassin, S., & Fein, S. (2005). Social psychology. Boston: Houghton Mifflin Company.Google Scholar
  9. Butterwegge, C. (1998). Abschied vom Sozialstaat. Standortnationalismus und Wohlstandschauvinismus als geistig-politische Anknüpfungspunkte des Rechtsextremismus. In W. Gessenharter & H. Fröchling (Hrsg.), Rechtsextremismus und Neue Rechte in Deutschland Neuvermessung eines politisch-ideologischen Raumes? (S. 147–161). Opladen: Leske + Budrich.CrossRefGoogle Scholar
  10. Drieschner, F. (18. Mai 2017). Meint Ihr mich?. Die Zeit.Google Scholar
  11. Elias, N. (1989). Studien über Deutschen: Machtkämpfe und Habitusentwicklung im 19. und 20. Jahrhundert. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  12. Elias, N., & Scotson, J. L. (2002). Etablierte und Außenseiter. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  13. Hall, S. (1989). Rassismus als ideologischer Diskurs. Das Argument, 178.Google Scholar
  14. Hanisch, A., & Jäger, M. (2011). Das Stigma ‚Gutmensch‘. DISS-Journal, 22. http://www.diss-duisburg.de/2011/11/das-stigma-gutmensch/. Zugegriffen: 19. März 2018.
  15. Heine, M. (23. März 2015). Wer Gutmensch sagt, verdient sich seinen Shitstorm. Die Welt.Google Scholar
  16. Martenstein, H. (01. Oktober 2012). Wenn ich verprügelt werde, ist das kein großes Ding. Der Tagesspiegel.Google Scholar
  17. Martenstein, H. (17. Mai 2014). Über Kritik von allen Seiten. ZEITmagazin, 21.Google Scholar
  18. Mecheril, P. u. a. (2010). Migrationspädagogik. Beltz: Weinheim und Basel.Google Scholar
  19. Trojanow, I. (25. November 2017). Verteidigung des Gutmenschen. FAZ.Google Scholar
  20. Weiß, A. (2013). Rassismus wider Willen: Ein anderer Blick auf eine Struktur sozialer Ungleichheit. Wiesbaden: Springer Fachmedien.CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Fachhochschule DortmundDortmundDeutschland

Personalised recommendations