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Warum wir den Ordoliberalismus neu denken sollten

  • Markus Hans-Peter MüllerEmail author
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Zusammenfassung

Wie kann man Themen wie Technologisierung, Klimawandel, Demografie und auch Demokratieverdruss, die die Herausforderungen des aktuellen sozio-ökonomischen Systems darstellen, ordnungspolitisch lösen? Wenn man sich vor Augen führt, wie sich unsere sozio-ökonomische Umwelt in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat, so kommt man zu dem Schluss, dass auch ohne ein dramatisches und aktives Gegensteuern alles noch immer irgendwie gut gegangen ist. Graduelle Anpassung hat geholfen. Die Politik hat es folglich immer geschafft, die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen; das war auch in früheren Umbrüchen so. Kurzfristig schien alles nicht beherrschbar, aber langfristig haben die Menschen es dann doch geschafft, ihre Ordnungssysteme, in denen sie leben und wirtschaften, entsprechend erfolgreich zu gestalten. Im folgenden Kapitel wird aufgezeigt, wieso wir dennoch die Diskussion um einen Neo-Ordoliberalismus benötigen. Und warum ordnungspolitische Handlungsweisen sich auf Maßnahmen fokussieren sollten, wie Ausbildung, Auf- und Ausbau von Infrastruktur, Erleichterung von Technologieübergängen und dergleichen. Es stellt sich heraus, dass das Problem der Mangel einer gesamtgesellschaftlichen Erkenntnis ist, dass ein liberal organisiertes, offenes ordnungspolitisches System nur dann zu den gewünschten Idealen führt, wenn die agierenden Subjekte in der Lage sind, eine selbstverantwortliche Position in dem sozio-ökonomischen Ordnungssystem einzunehmen. Das heißt, Chancengleichheit ist eine Vorbedingung für ein effektives und effizientes ordnungspolitisches System, denn nur so kann auf Dauer gewährleistet sein, dass die gesellschaftliche Akzeptanz erhalten bleibt.

Literatur

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Copyright information

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Authors and Affiliations

  1. 1.FrankfurtDeutschland

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