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„Das muss man aber wollen …“: Unter welchen Voraussetzungen und wie kann Innovation im Fachunterricht Englisch gelingen?

  • Sabine DoffEmail author
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Zusammenfassung

In diesem Beitrag werden die Ergebnisse der Interviews mit zwei Englischlehrkräften verglichen, in deren 9. bzw. 10. Klasse das Street Art-Projekt (siehe Schäfer in diesem Band) durchgeführt wurde. Vielfach zeigen sich diametral entgegengesetzte Positionen (das betrifft die Bereiche beliefs, assumptions und knowledge) bei beiden, z. B. im Hinblick auf die Beurteilung des in der Unterrichtseinheit erprobten Designs sowie im Hinblick auf die Konsequenzen, die sich durch die diversen Lernausgangslagen der Schülerinnen und Schüler für die Gestaltung des Englischunterrichts ergeben. Bei der Bewertung von strukturellen Neuerungen, die mit bildungspolitischen Reformen in jüngerer Zeit zusammenhängen, zeigen sich dagegen eher ähnliche Standpunkte. Ferner wird aufgezeigt, wie Lehrpersonen diese Veränderungen im Hinblick auf Konsequenzen für Lehr-Lernprozesse im Allgemeinen sowie für die domänespezifische Gestaltung von Fachunterricht (subject matter) fassen. Unsicherheit im Umgang mit diesen Neuerungen erweist sich dabei als eine zentrale Komponente für Ge- bzw. Misslingen von Innovation im Fachunterricht. Die Reaktion einer der beiden Lehrpersonen zeigt ferner, dass Unsicherheit auch eine Grundlage dafür bieten kann, Veränderung nicht nur im Hinblick auf den Fachunterricht, sondern auch berufsbiographisch als Chance zu nutzen, d. h. als Motor für die eigene berufliche Weiterentwicklung (professional development).

Schlüsselwörter

Kulturelles Lernen Unsicherheit von Lehrkräften Innovation im Fachunterricht Englisch 

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Literatur

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Authors and Affiliations

  1. 1.Fachbereich 10: Sprach- und LiteraturwissenschaftenUniversität BremenBremenDeutschland

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