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Investition und Finanzierung

  • Andreas Daum
  • Wolfgang Greife
  • Rainer Przywara
Chapter

Zusammenfassung

Der Begriff stammt aus dem lateinischen „investire“ und bedeutet im betriebswirtschaftlichen Zusammenhang das Einkleiden eines Unternehmens mit Sach‑, Finanz‑ und immateriellem Vermögenswerten.

In der Unternehmensbilanz zeigt die Aktivseite Investitionen im Sinne der Mittelverwendung. Die Passivseite zeigt dagegen die Finanzierung der Investitionen im Sinne der Mittelherkunft (siehe Abschn. 8.3).

In der Investitionsrechnung, die zur Beurteilung von Investitionen erforderlich ist, spielt die Bilanzierung keine Rolle. Ein Unternehmen könnte in die Bildung seiner Mitarbeiter investieren wollen – die wirtschaftliche Vorteilhaftigkeit müsste dann von dem Unternehmen beurteilt werden. Mitarbeiter, häufig als das „wichtigste Kapital“ des Unternehmens bezeichnet, werden nicht in der Bilanz eines Unternehmens aktiviert, d. h. sie tauchen auf der Aktivseite nicht auf.

Als Investitionsarten lassen sich neben den immateriellen Investitionen die Sachinvestitionen und die Finanzinvestitionen unterscheiden. Als Sachinvestitionen können je nach Investitionszeitpunkt in einem Unternehmenslebenszyklus differenziert werden:
  • Gründungsinvestitionen,

  • Erweiterungsinvestitionen,

  • Rationalisierungsinvestitionen,

  • Ersatzinvestitionen.

Während die drei erstgenannten Investitionsarten die Kapazität des Unternehmens ausweiten, erhöht sich diese bei Ersatzinvestitionen nicht.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Andreas Daum
    • 1
  • Wolfgang Greife
    • 2
  • Rainer Przywara
    • 3
  1. 1.Fak. IV Wirtschaft und InformatikHochschule HannoverHannoverDeutschland
  2. 2.Fak. II MaschinenbauHochschule HannoverHannoverDeutschland
  3. 3.Duale Hochschule Baden-Württemberg HeidenheimHeidenheimDeutschland

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