Normierungsprozesse im Lebenslauf

Chapter
Part of the Perspektiven kritischer Sozialer Arbeit book series (PERSOA, volume 30)

Zusammenfassung

Der Lebenslauf von Personen wird durch Vergesellschaftungsprozesse moderiert, unterstützt, oft gar kontrolliert. Im folgenden Beitrag geht es um den zentralen Gedanken, dass die gesellschaftliche Konstruktion des Lebenslaufes sich als Institution mit normativer Kraft für die Individuen einer Gesellschaft erweisen kann, im Sinne einer Leitfigur eigener Lebensgestaltung. Wie stark sich die Wirkung dieser Normalisierungsfunktion entfaltet, wird vor allem dann ersichtlich, wenn die Gestaltung eines der Norm entsprechenden Lebenslaufes nicht – oder nur ansatzweise – gelingt.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Anhorn, Roland (2010): Von der Gefährlichkeit zum Risiko – Zur Genealogie der Lebensphase „Jugend“ als soziales Problem. In: Dollinger, Bernd/Schmidt-Semisch, Henning (Hrsg.): Handbuch Jugendkriminalität. Kriminologie und Sozialpädagogik im Dialog, S. 23–43. Wiesbaden: VS.Google Scholar
  2. Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ (2015): Kinderarmut und Familienpolitik in Deutschland – eine fachpolitische Einordnung. Verfügbar unter: https://www.agj.de/fileadmin/files/positionen/2015/Diskussionpapier_Kinderarmut.pdf. Gesehen: 01.07.2017.
  3. Bathke, Sigrid (2014): Entwicklung, Praxen und Perspektiven Früher Hilfen. In: Sozialmagazin, 39. Jg., H. 7/8, S. 7–12.Google Scholar
  4. Böllert, Karin (2011): Intervention und Prävention. In: Otto, Hans-Uwe/Thiersch, Hans (Hrsg.): Handbuch Soziale Arbeit. Grundlagen der Sozialarbeit und Sozialpädagogik, S. 1125–1140. München/Basel: Ernst Reinhardt.Google Scholar
  5. Brumlik, Micha (Hrsg.) (2008): Ab nach Sibirien? Wie gefährlich ist unsere Jugend? Weinheim/Basel: Beltz.Google Scholar
  6. Bundesjugendkuratorium (Hrsg.) (2017): Prävention, Kinderschutz und Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen. Anmerkungen zu aktuellen Präventionspolitiken und -diskursen. München.Google Scholar
  7. Bundesministerium für Arbeit und Soziales (2017): Lebenslagen in Deutschland. Der Fünfte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. Berlin.Google Scholar
  8. Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.) (2002): 11. Kinderund Jugendbericht. Bericht über die Lebenssituation junger Menschen und die Leistungen der Kinder und Jugendhilfe in Deutschland. Berlin.Google Scholar
  9. Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.) (2013): 14. Kinderund Jugendbericht. Bericht über die Lebenssituation junger Menschen und die Leistungen der Kinder und Jugendhilfe in Deutschland. Berlin.Google Scholar
  10. Buschhorn, Claudia/Böllert, Karin (2015): Adressierung von (werdenden) Eltern in Familienbildung und Frühen Hilfen. In: neue praxis (Sonderheft 12), S. 98–111.Google Scholar
  11. Dollinger, Bernd (2011): Die politische Identität der Sozialpädagogik. Bruchstücke einer herrschaftstheoretischen Reformulierung. In: neue praxis, 41. Jg., S. 228–242.Google Scholar
  12. Düker, Jan/Lay, Thomas/Ziegler, Holger (2013): Realistische Perspektiven? – Ungleichheiten, Verwirklichungschancen und institutionelle Reflexivität im Übergangssektor. In: Böllert, Karin/Alfert, Nicole/Humme, Mark (Hrsg.): Soziale Arbeit in der Krise, S. 61–83. Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  13. Fegter, Susanne/Heite, Catrin/Mierendorff, Johanna/Richter, Martina (2015): Neue Aufmerksamkeiten für Familie – Diskurse, Bilder und Adressierungen in der Sozialen Arbeit. In: neue praxis (Sonderheft 12), S. 3–11.Google Scholar
  14. Fendrich, Sandra/Pothmann, Jens/Tabel, Agathe (2017): Monitor Hilfen zur Erziehung. Dortmund. Verfügbar unter: http://hzemonitor.akjstat.tu-dortmund.de/. Gesehen 01.07.2017
  15. Galuske, Michael/Rietzke, Tim (2008): Aktivierung und Ausgrenzung – Aktivierender Sozialstaat, Hartz-Reformen und die Folgen für die Soziale Arbeit und die Jugendberufshilfe. In: Anhorn, Roland/Bettinger, Frank/Stehr, Johannes (Hrsg.): Sozialer Ausschluss und Soziale Arbeit. 2. Aufl., S. 398–416. Wiesbaden: VS.Google Scholar
  16. Graßhoff, Gunther (2015): Praktiken der Ein- und Ausschließung in der Kinder- und Jugendhilfe unter dem Blickwinkel der Partizipation. In: Kommission Sozialpädagogik (Hrsg.): Praktiken der Ein- und Ausschließung, S. 78–92. Weinheim/Basel: Beltz Juventa.Google Scholar
  17. Hanses, Andreas (2008): Biografie. In Homfeldt, Hans Günther/Hanses, Andreas (Hrsg.). Lebensalter und Soziale Arbeit. Band 1: Eine Einführung, S. 6–26. Baltmannsweiler: Schneider.Google Scholar
  18. Helming, Elisabeth/Sandmeir, Gunda/Sann, Alexandra/Walter, Michael (2008): Kurzevaluation von Programmen zu Frühen Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme in den Bundesländern. Abschlussbericht. München.Google Scholar
  19. Hentschke, Anna-Kristen/Bastian, Pascal/Dellbrügge, Virginia/Lohmann, Anne/Böttcher, Wolfgang/Ziegler, Holger (2011): Parallelsystem Frühe Hilfen? Zum Verhältnis von frühen präventiven Familienhilfen und ambulanten Erziehungshilfen. In: Soziale Passagen, 3. Jg., H. 1, S. 49–59.Google Scholar
  20. Herriger, Norbert (1986): Präventives Handeln und Soziale Praxis. Weinheim: Beltz.Google Scholar
  21. Holthusen, Bernd/Hoops, Sabrina/Lüders, Christian/Ziegleder, Diana (2011): Über die Notwendigkeit einer fachgerechten und reflektierten Prävention. Kritische Anmerkungen zum Diskurs. In: DJI Impulse, H. 2, S. 22–25.Google Scholar
  22. Kessl, Fabian (2005): Der Gebrauch der eigenen Kräfte: eine Gouvernementalität Sozialer Arbeit. Weinheim: Juventa.Google Scholar
  23. Kindler, Heinz (2010): Kommentar: Gewichtige Anhaltspunkte (im Jugendalter). In: Frühe Hilfen auch für Jugendliche? Tagungsdokumentation der Fachtagung der Arbeitsgruppe Jugendhilfe im Deutschen Institut für Urbanistik, S. 132–147. Berlin: Eigenverlag.Google Scholar
  24. Kindler, Heinz/Lillig, Susanna (2011): Kinderschutz bei Jugendlichen? – Schutzauftrag, Gefährdungsformen und Hilfen jenseits des 14. Lebensjahres. In: IzKK-Nachrichten: Gefährdungen im Jugendalter, H. 1, S. 10–16.Google Scholar
  25. Lindner, Werner (2003): Verlassen von allen guten Geistern? Anmerkungen zum Verhältnis von Innerer Sicherheit, Prävention und fachlichen Maximen der Kinder- und Jugendarbeit. In: Dahme, Heinz-Jürgen/Otto, Hans-Uwe/Trube, Achim/Wohlfahrt, Norbert (Hrsg.), Soziale Arbeit für den aktivierenden Staat, S. 277–294. Opladen: Barbara Budrich.Google Scholar
  26. Mierendorff, Johanna/Olk, Thomas (2007): Kinder- und Jugendhilfe. In: Ecarius, Jutta (Hrsg.): Handbuch Familie, S. 542–567. Wiesbaden: VS.Google Scholar
  27. Nationales Zentrum Frühe Hilfen (Hrsg.) (2009): Begriffsbestimmung „Frühe Hilfen“. Verfügbar unter: http://www.fruehehilfen.de/wissen/fruehe-hilfen-grundlagen/begriffsbestimmung/. Gesehen 01.07.2017.
  28. Oelkers, Nina (2007): Aktivierung von Elternverantwortung: Zur Aufgabenwahrnehmung in Jugendämtern nach dem neuen Kindschaftsrecht. Bielefeld: transcript.Google Scholar
  29. Oelkers, Nina (2011): Kindeswohlgefährdung: Selektive Korrektur elterlicher Erziehungspraktiken in der Kinder- und Jugendhilfe. In: Dollinger, Bernd/Schmidt-Semisch, Henning (Hrsg.): Gerechte Ausgrenzung? Wohlfahrtsproduktion und die neue Lust am Strafen, S. 263–281. Wiesbaden: VS.Google Scholar
  30. Oelkers, Nina/Schrödter, Mark (2008): Soziale Arbeit im Dienste der Befähigungsgerechtigkeit. In: Bielefelder Arbeitsgruppe 8 (Hrsg.): Soziale Arbeit in Gesellschaft, S. 44–49. Wiesbaden: VS.Google Scholar
  31. Schone, Reinhold/Hensen, Gregor (2011): Der Begriff der Kindeswohlgefährdung zwischen Recht und Praxis. In: Deegener, Günther/Körner, Wilhelm (Hrsg.): Erfassung von Kindeswohlgefährdung in Theorie und Praxis, S.13–29. Göttingen: Hogrefe.Google Scholar
  32. Schrottmann, Ria (1990): Prävention oder Ist Vorbeugen besser als Heilen? Zur Präventions-Disskussion im psychosozialen Bereich. Heidelberg.Google Scholar
  33. Wazlawik, Martin (2011): Adressaten der Kinderschutzdebatte. In: Böllert, Karin (Hrsg.): Soziale Arbeit als Wohlfahrtsproduktion, S. 15–30. Wiesbaden: VS.Google Scholar
  34. Ziegler, Holger (2006): Prävention und soziale Kontrolle. In: Scherr, Albert (Hrsg.): Soziologische Basics, S. 146–153. Wiesbaden: VS.Google Scholar
  35. Ziegler, Holger (2010): Offensiver Kinderschutz für Jugendliche. Manuskript zum gleichnamigen Vortrag, gehalten auf der Fachtagung „Frühe Hilfen auch für Jugendliche“ der Fachgruppe Jugendhilfetagungen im Deutschen Institut für Urbanistik, 22.10.2010.Google Scholar
  36. Zizek, Slavoj (1999): Sehr innig und nicht zu rasch. Zwei Essays über sexuelle Differenz als philosophische Kategorie. Wien: Turia + Kant.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Claudia Buschhorn
    • 1
  • Mark Humme
    • 2
  • Martin Wazlawik
    • 2
  1. 1.Landesjugendamt Westfalen-LippeMünsterDeutschland
  2. 2.Westfälischen Wilhelms-Universität MünsterMünsterDeutschland

Personalised recommendations