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Immersion und Tranfers bei der Interaktiven Nutzung

  • Thomas Moritz
Chapter

Zusammenfassung

Es wird aufgezeigt, welche Komponenten interaktiver Nutzung eine immersive Raumerfahrung ermöglichen und auf welchen Ebenen sich diese vollzieht. Virtuelle Welten müssen als Modell der realen Welt immersive Erlebnisse gewährleisten, um als real empfunden zu werden. Als eine Voraussetzung für Immersion wird auf mögliche Transfers zwischen realer und virtueller Welt verwiesen, die darauf schließen lassen, dass der Aufenthalt in virtuellen Umgebungen neue Erfahrungswerte impliziert, die zum neuen Bestandteil der gegenwärtigen Realität werden. Es folgt eine kritische Betrachtung aus der Medienforschung, die darauf verweist, dass beim Ausflug in Scheinwelten die erlebbare Wirklichkeit auf ein gewünschtes Maß reduziert wird und deren Nutzern erweiterten Handlungsspielraum gewährt. Mit einer zunehmenden Entfremdung des Einzelnen in der Gesellschaft erscheint die Nutzung virtueller Realität als geeignetes Mittel, um sich von der oft ungeliebten Realität zu entspannen und zeitweise in eine angenehmere Ersatzwelt zu flüchten. In diesem Kontext wird auf die Persitenz virtueller Welten verwiesen, die sich Nutzer mit anderen teilen und durch individuelles Handeln verändern. Anhand von aktuellen Anwendungsbeispielen für Augmented Reallity (Erweiterte Realität) wird demonstriert, wie sich die reale Umwelt durch digitale Zusatzinformationen erweitern und bereichern lässt, ohne dass dabei der Nutzer von einer computergenerierten Welt umgeben sein muss. Abschließend erfolgt ein Ausblick auf neue Nutzungsformen virtueller Realität im Internet, das sich zunehmend zum Cybernetz entwickelt, wo nutzergenerierte Anwendungen mit nutzerinstallierten Apparaten auch ohne direkte Nutzersteuerung untereinander kommunizieren und kooperieren.

Literatur

  1. 1.
    Fritz, J.: Wie virtuelle Welten wirken. Über die Struktur von Transfers aus der medialen in die reale Welt. http://www.bpb.de/gesellschaft/digitales/computerspiele/63699/wie-virtuelle-welten-wirken (2005). Zugegriffen im Jan 2018

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • Thomas Moritz
    • 1
  1. 1.PotsdamDeutschland

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