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Max Weber rechnet

  • Johannes Weiß
Chapter

Zusammenfassung

Soziologen sind, nach der durchaus provokant gemeinten Bemerkung eines gemeinsamen Duisburger Kollegen, entweder „Rechner“ oder „Literaten“. Max Weber wäre nach dieser Unterscheidung der klassische und wichtigste der Literaten-Soziologen. Dem steht entgegen, dass er wiederholt das (eigenhändige) Rechnen zum ganz unverzichtbaren, konstitutiven Element der empirischen soziologischen Forschung erklärte und Statistiker vom Fach sehr hoch schätzte. Tatsächlich hat er selbst in verschiedenen Zusammenhängen sehr viele (nämlich zigtausend) statistische Berechnungen (“Rechenexempel“) durchgeführt. Sie waren offenbar allesamt von einfacher Art, und es ist deshalb unklar, wie weit die einschlägigen Kenntnisse und Fertigkeiten Webers gingen. Auch fand das Rechnen, vor allem in seiner Beziehung zum Verstehen, keinen Eingang in Webers methodologische Überlegungen.

Schlüsselbegriffe

Statistik Wahrscheinlichkeitstheorie Rechenexempel Psychophysik Fideikommiß (Ludwig von Bortkiewicz; Ferdinand Tönnies) 

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Literatur

  1. Weber, Marianne. 1950. Max Weber. Ein Lebensbild. Heidelberg: Verlag Lambert SchneiderGoogle Scholar
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  3. Weber, Max. 1988. Gesammelte Aufsätze zur Soziologie und Sozialpolitik. 2. Aufl. Tübingen: J.C.B. Mohr (Paul Siebeck).Google Scholar

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Authors and Affiliations

  1. 1.WarburgDeutschland

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