Advertisement

Wandel – Kontinuität: Entwicklungsdynamiken im Geschlechterverhältnis

  • Michael MeuserEmail author
Chapter
Part of the Geschlecht und Gesellschaft book series (GUG, volume 65)

Zusammenfassung

Die Gleichzeitigkeit von Wandel und Kontinuität ist ein Grundcharakteristikum gesellschaftlicher Entwicklungsprozesse. Für die Geschlechterverhältnisse wird dies exemplarisch anhand der Felder der Erwerbsarbeit und der Familie verdeutlicht. Der Dualismus von Wandel und Kontinuität stellt sich für die gegenwärtigen Geschlechterverhältnisse als eine Vielzahl von Gegenläufigkeiten dar. Diese „Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“ ist eine wesentliche Triebkraft sozialen Wandels. Die gegenläufigen Tendenzen im Bereich der Geschlechterverhältnisse sind eine für moderne Gesellschaften typische Konstellation.

Schlüsselwörter

Wandel Kontinuität Entgrenzung Erwerbsarbeit Familie Flexibilisierung 

Literatur

  1. Aulenbacher, Brigitte, Birgit Riegraf, und Susanne Völker. 2015. Feministische Kapitalismuskritik. Einstiege in bedeutende Forschungsfelder. Münster: Westfälisches Dampfboot.Google Scholar
  2. Badinter, Elisabeth. 2010. Der Konflikt: Die Frau und die Mutter, 2. Aufl. München: Beck.Google Scholar
  3. Beck, Ulrich, und Elisabeth Beck-Gernsheim. 1990. Das ganz normale Chaos der Liebe. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  4. Bourdieu, Pierre. 1987. Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  5. Brose, Hans-Georg. 2010. Das Gleichzeitige ist ungleichzeitig. Über den Umgang mit einer Paradoxie und die Transformation der Zeit. In Unsichere Zeiten, Hrsg. Hans-Georg Soeffner, 547–562. Wiesbaden: Springer VS.CrossRefGoogle Scholar
  6. Buschmeyer, Anna. 2013. Zwischen Vorbild und Verdacht. Wie Männer im Erzieherberuf Männlichkeit konstruieren. Wiesbaden: Springer VS.CrossRefGoogle Scholar
  7. Eder, Klaus. 1995. Die Institutionalisierung sozialer Bewegungen. Zur Beschleunigung von Wandlungsprozessen in fortgeschrittenen Industriegesellschaften. In Sozialer Wandel. Modellbildung und theoretische Ansätze, Hrsg. Müller Hans-Peter und Schmid Michael, 267–290. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  8. Frey, Michael, Hasko Hüning, und Hildegard Maria Nickel. 2004. Entgrenzung, Vermarktlichung und Subjektivierung – Formwandel von Arbeit und betriebliche Geschlechterverhältnisse. In Bulletin Texte, Nr. 27: Wandel von Arbeit und betrieblichen Geschlechterverhältnissen, Hrsg. Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien, 1–15. Berlin: Humboldt-Universität.Google Scholar
  9. Giddens, Anthony. 1995. Strukturation und sozialer Wandel. In Sozialer Wandel. Modellbildung und theoretische Ansätze, Hrsg. Hans-Peter Müller und Michael Schmid, 151–191. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  10. Halford, Susan. 2006. Collapsing the boundaries? Fatherhood, organization and home-working. Gender, Work and Organization 13:383–402.CrossRefGoogle Scholar
  11. Jurczyk, Karin, und Josefine Klinkhardt. 2014. Vater, Mutter, Kind? Acht Trends in Familien, die Politik heute kennen sollte. Gütersloh: Bertelsmann Stiftung.Google Scholar
  12. Kahlert, Heike. 2015. Dis/Kontinuitäten der Geschlechterverhältnisse in der Moderne. Skizzen zu Anthony Giddens’ Verbindung von Gesellschaftstheorie und Genderforschung. In Zeitgenössische Gesellschaftstheorien und Genderforschung, Hrsg. Heike Kahlert und Christine Weinbach, 2. Aufl., 57–80. Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  13. König, Tomke. 2012. Familie heißt Arbeit teilen. Transformationen der symbolischen Geschlechterordnung. Konstanz: UVK.Google Scholar
  14. Koppetsch, Cornelia, und Sarah Speck. 2015. Wenn der Mann kein Ernährer mehr ist. Geschlechterkonflikte in Krisenzeiten. Berlin: Suhrkamp.Google Scholar
  15. Lenz, Ilse. 2014. Geschlechter in Bewegung? In 40 Jahre Feministische Debatten. Resümee und Ausblick, Hrsg. Barbara Rendtorff, Birgit Riegraf und Claudia Mahs, 12–30. Weinheim/Basel: Juventa.Google Scholar
  16. Link, Jürgen. 1999. Wenn das Kügelchen fällt und das Auto rollt. Zum Anteil des Normalismus an der Identitätsproblematik in der Moderne. In Identität und Moderne, Hrsg. Herbert Willem und Alois Hahn, 164–179. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  17. Meuser, Michael. 2016. Entgrenzungen von Erwerbsarbeit und Familie: Neubestimmung der Position des Mannes in der Familie? In Männlichkeiten und der Strukturwandel von Erwerbsarbeit in globalisierten Gesellschaften. Diagnosen und Perspektiven, Hrsg. Diana Lengersdorf und Michael Meuser, 159–179. Weinheim/Basel: Beltz Juventa.Google Scholar
  18. Müller, Hans-Peter und Michael Schmid. 1995. Paradigm Lost? Von der Theorie sozialen Wandels zur Theorie dynamischer Systeme. In Sozialer Wandel. Modellbildung und theoretische Ansätze, Hrsg. Hans-Peter Müller und Michael Schmid, 9–55. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  19. Neumann, Benjamin, und Michael Meuser. 2017. Changing fatherhood? Significance of parental leave in work organizations and couples’. In Fathers in work organizations. Inequalities and capabilities, rationalities and politics, Hrsg. Brigitte Liebig und Mechtild Oechsle, 83–102. Opladen: Verlag Barbara Budrich.Google Scholar
  20. Pasero, Ursula. 2010. Systemtheorie: Perspektiven in der Genderforschung. In Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung, Theorie, Methoden, Empirie, Hrsg. Ruth Becker und Beate Kortendiek, 3., erw. Aufl., 252–256. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  21. Peuckert, Rüdiger. 2012. Familienformen im sozialen Wandel, 8. Aufl. Wiesbaden: Springer VS.CrossRefGoogle Scholar
  22. Rendtorff, Barbara. 2015. Betonen – Ignorieren – Gegensteuern? Zum pädagogischen Umgang mit Geschlechtstypiken. In Betonen – Ignorieren – Gegensteuern? Zum pädagogischen Umgang mit Geschlechtstypiken, Hrsg. Claudia Mahs, Barbara Renstorff und Anne-Dorothee Wahrmuth, 11–24. Weinheim/Basel: Beltz Juventa.Google Scholar
  23. Riegraf, Birgit. 2010. Konstruktion von Geschlecht. In Soziologische Geschlechterforschung, Hrsg. Brigitte Aulenbacher, Michael Meuser und Birgit Riegraf, 59–77. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.CrossRefGoogle Scholar
  24. Scholz, Sylka. 2005. „Der Mann als der große Ernährer der Familie, das ist in den Köpfen nicht so drin“ – Identitätskonstruktionen ostdeutscher Männer. In Irritation Ostdeutschland. Geschlechterverhältnisse seit der Wende, Hrsg. Eva Schäfer, Ina Dietzsch, Petra Drauschke, Iris Peinl, Virginia Penrose, Sylka Scholz und Susanne Völker, 135–147. Münster: Westfälisches Dampfboot.Google Scholar
  25. Spurk, Jan. 2004. Simultaneity within non-simultaneity. Continuity, rupture, emergence – On the temporal dynamic of social formation. Time & Society 13:41–49.CrossRefGoogle Scholar
  26. Statistisches Bundesamt. 2016. Statistisches Jahrbuch 2016. Wiesbaden: Statistisches Bundesamt.Google Scholar
  27. Stürzer, Monika, Henrike Roisch, Anette Hunze, und Waltraud Cornelißen. 2003. Geschlechterverhältnisse in der Schule. Opladen: Leske + Budrich.CrossRefGoogle Scholar
  28. Walgenbach, Katharina. 2015. Geschlecht in gesellschaftlichen Transformationsprozessen. In Geschlecht in gesellschaftlichen Transformationsprozessen, Hrsg. Katharina Walgenbach und Anna Stach, 21–50. Opladen: Verlag Barbara Budrich.Google Scholar
  29. Wetterer, Angelika. 1993. Professionalisierung und Geschlechterhierarchie. Vom kollektiven Frauenausschluß zur Integration mit beschränkten Möglichkeiten. Kassel: Jenior.Google Scholar
  30. Wetterer, Angelika. 2003. Rhetorische Modernisierung: Das Verschwinden der Ungleichheit aus dem zeitgenössischen Differenzwissen. In Gudrun-Axeli Knapp und Angelika Wetterer, Hrsg. Achsen der Differenz, 286–319. Münster: Westfälisches Dampfboot.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für SoziologieTechnische Universität DortmundDortmundDeutschland

Personalised recommendations