Advertisement

Geschlechterwissen: zur Vielfalt epistemischer Perspektiven auf Geschlechterdifferenz und -hierarchie in der sozialen Praxis

  • Heike Kahlert
Chapter
Part of the Geschlecht und Gesellschaft book series (GUG, volume 65)

Zusammenfassung

In der sozialen Praxis können vielfältige Typisierungen des Wissens über die vermeintlich natürliche und soziale Geschlechterdifferenz und die hierarchisierenden Geschlechterklassifikationen unterschieden werden. Im Beitrag werden einige sozialkonstruktivistische und wissenssoziologische Vorläufer sowie die zentralen theoretisch-konzeptionellen Ansätze dieses Geschlechterwissens erörtert.

Schlüsselwörter

Epistemischer Wandel Ethnomethodologie Poststrukturalismus Praxeologie Wissenssoziologie 

Literatur

  1. AG Queer STS. 2013. Geschlechterwissen in der Hirnforschung. Ein queerer Blick aus den Science and Technology Studies. Freiburger Zeitschrift für Geschlechterstudien 19(1): 67–84.Google Scholar
  2. Andresen, Sünne, Irene Dölling, und Christoph Kimmerle. 2003. Verwaltungsmodernisierung als soziale Praxis. Geschlechter-Wissen und Organisationsverständnis von Reformakteuren. Opladen: Leske + Budrich.CrossRefGoogle Scholar
  3. Berger, Peter L., und Thomas Luckmann. 1969 [1966]. Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit. Eine Theorie der Wissenssoziologie. Frankfurt a. M.: Fischer.Google Scholar
  4. Bourdieu, Pierre. 1997. Männliche Herrschaft. In Ein alltägliches Spiel. Geschlechterkonstruktionen in der sozialen Praxis, Hrsg. Irene Dölling und Beate Krais, 153–217. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  5. Bublitz, Hannelore. 2000a. Die Gesellschaftsordnung unterliegt ‚dem Walten der Naturgesetze‘: Sozialdarwinismus als Schnittstelle der Rationalisierung von Arbeit, Bevölkerungspolitik und Sexualität. In Der Gesellschaftskörper. Zur Neuordnung von Kultur und Geschlecht um 1900, Hrsg. Hannelore Bublitz, Christine Hanke und Andrea Seier, 236–324. Frankfurt a. M./New York: Campus.Google Scholar
  6. Bublitz, Hannelore. 2000b. Zur Konstitution von ‚Kultur‘ und Geschlecht um 1900. In Der Gesellschaftskörper. Zur Neuordnung von Kultur und Geschlecht um 1900, Hrsg. Hannelore Bublitz, Christine Hanke und Andrea Seier, 19–96. Frankfurt a. M./New York: Campus.Google Scholar
  7. Bührmann, Andrea Dorothea. 1998. Die Normalisierung der Geschlechter in Geschlechterdispositiven. In Das Geschlecht der Moderne. Genealogie und Archäologie der Geschlechterdifferenz, Hrsg. Hannelore Bublitz, 71–94. Frankfurt a. M./New York: Campus.Google Scholar
  8. Dölling, Irene. 2003. Das Geschlechter-Wissen der Akteur/e/innen. In Verwaltungsmodernisierung als soziale Praxis. Geschlechter-Wissen und Organisationsverständnis von Reformakteuren, Hrsg. Sünne Andresen, Irene Dölling und Christoph Kimmerle, 113–165. Opladen: Leske + Budrich.CrossRefGoogle Scholar
  9. Dölling, Irene. 2005. „Geschlechter-Wissen“ – ein nützlicher Begriff für die „verstehende“ Analyse von Vergeschlechtlichungsprozessen? Zeitschrift für Frauenforschung & Geschlechterstudien 23(1+2): 44–62.Google Scholar
  10. Garfinkel, Harold. 1967. Passing and the managed achievement of sex status in an „intersexed“ person part 1. In Studies in Ethnomethodology, Ed. Harold Garfinkel, 116–185. Cambridge: Polity Press.Google Scholar
  11. Goffman, Erving, 1994 [1977]. Das Arrangement der Geschlechter. In Interaktion und Geschlecht, 105–158. Frankfurt a. M./New York: Campus.Google Scholar
  12. Greusing, Inka. 2018. „Wir haben ja jetzt auch ein paar Damen bei uns.“ Symbolische Grenzziehungen und Heteronormativität in den Ingenieurwissenschaften. Opladen/Berlin/Toronto: Budrich UniPress.Google Scholar
  13. Heer, Lou-Salomé. 2012. „Das wahre Geschlecht“. Der populärwissenschaftliche Geschlechterdiskurs im SPIEGEL (1947–2010). Zürich: Chronos.Google Scholar
  14. Hirschauer, Stefan. 1996. Wie sind Frauen, wie sind Männer? Zweigeschlechtlichkeit als Wissenssystem. In Was sind Frauen? Was sind Männer? Geschlechterkonstruktionen im historischen Wandel, Hrsg. Christiane Eifert, Angelika Epple und Martina Kessel, 240–256. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  15. Hirschauer, Stefan. 2008. Körper macht Wissen. Für eine Somatisierung des Wissensbegriffs. In Geschlechterwissen und soziale Praxis: Theoretische Zugänge – empirische Erträge, Hrsg. Angelika Wetterer, 82–95. Königstein/Ts.: Ulrike Helmer Verlag.Google Scholar
  16. Kessler, Suzanne J., und Wendy McKenna. 1978. Gender. An Ethnomethodological Approach. Chicago/London: The University of Chicago Press.Google Scholar
  17. Knaut, Annette. 2016a. Die Konstruktion von Geschlecht im virtuellen Raum. Theoretische und methodologische Überlegungen. In Perspektiven wissenssoziologischer Diskursforschung, Hrsg. Sasa Bosancic und Reiner Keller, 53–74. Wiesbaden: Springer VS.CrossRefGoogle Scholar
  18. Knaut, Annette. 2016b. Geschlechterwissen und das soziale Imaginäre. In Wissensforschung – Forschungswissen. Beiträge und Debatten zum 1. Sektionskongress der Wissenssoziologie, Hrsg. Reiner Keller und Jürgen Raab, 562–573. Weinheim/Basel: Beltz Juventa.Google Scholar
  19. Knaut, Anette. 2017. Geschlechterwissen auf politischen Plakaten in Deutschland. In Spitzenfrauen. Zur Relevanz von Geschlecht in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport, Hrsg. Annette Knaut und Julia Heidler, 87–113. Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  20. Moser, Andrea. 2010. Kampfzone Geschlechterwissen. Kritische Analyse populärwissenschaftlicher Konzepte von Männlichkeit und Weiblichkeit. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  21. Riegraf, Birgit, und Lina Vollmer. 2014. Professionalisierungsprozesse und Geschlechter-Wissen. In Wissen – Methode – Geschlecht: Erfassen des fraglos Gegebenen, Hrsg. Cornelia Behnke und Sylka Scholz, 33–48. Wiesbaden: Springer VS.CrossRefGoogle Scholar
  22. Sackl-Shariff, Susanne. 2015. Gender – Metal – Videoclips: Eine qualitative Rezeptionsstudie. Opladen/Berlin/Toronto: Budrich UniPress.Google Scholar
  23. Schütz, Alfred, Hrsg. 1972 [1946]. Der gut informierte Bürger. Ein Versuch über die soziale Verteilung des Wissens. In Gesammelte Aufsätze II. Studien zur soziologischen Theorie, 85–101. Den Haag: Nijhoff.Google Scholar
  24. Stoller, Silvia. 2008. Latentes Geschlechterwissen. In Geschlechterwissen und soziale Praxis: Theoretische Zugänge – empirische Erträge, Hrsg. Angelika Wetterer, 64–81. Königstein/Ts.: Ulrike Helmer Verlag.Google Scholar
  25. Vollmer, Lisa. 2017. Gleichstellung als Profession? Gleichstellungsarbeit an Hochschulen aus professionssoziologischer Sicht. Wiesbaden: Springer VS.CrossRefGoogle Scholar
  26. Wedl, Juliette. 2014. Diskursforschung in den Gender Studies. In Diskursforschung. Ein interdisziplinäres Handbuch, Hrsg. Johannes Angermüller, Martin Nonhoff, Eva Herschinger, Felicitas Macgilchrist, Martin Reisigl, Juliette Wedl, Daniel Wrana und Alexander Ziem, 276–299. Bielefeld: transcript.Google Scholar
  27. Wetterer, Angelika. 2002a. Strategien rhetorischer Modernisierung. Gender Mainstreaming, Managing Diversity und die Professionalisierung der Gender-Expertinnen. Zeitschrift für Frauenforschung & Geschlechterstudien 20(3): 129–148.Google Scholar
  28. Wetterer, Angelika. 2002b. Arbeitsteilung und Geschlechterkonstruktion. „Gender at work“ in theoretischer und historischer Perspektive. Konstanz: UVK.Google Scholar
  29. Wetterer, Angelika. 2003. Rhetorische Modernisierung: Das Verschwinden der Ungleichheit aus dem zeitgenössischen Differenzwissen. In Achsen der Differenz. Gesellschaftstheorie und feministische Kritik 2, Hrsg. Gudrun-Axeli Knapp und Angelika Wetterer, 286–319. Münster: Westfälisches Dampfboot.Google Scholar
  30. Wetterer, Angelika. 2005. Rhetorische Modernisierung & institutionelle Reflexivität: Die Diskrepanz zwischen Alltagswissen und Alltagspraxis in arbeitsteiligen Geschlechterarrangements. Freiburger FrauenStudien. Zeitschrift für Interdisziplinäre Geschlechterforschung 16:75–96.Google Scholar
  31. Wetterer, Angelika. 2008a. Geschlechterwissen: Zur Geschichte eines neuen Begriffs. In Geschlechterwissen und soziale Praxis: Theoretische Zugänge – empirische Erträge, Hrsg. Angelika Wetterer, 13–36. Königstein/Ts.: Ulrike Helmer Verlag.Google Scholar
  32. Wetterer, Angelika. 2008b. Geschlechterwissen und soziale Praxis: Grundzüge einer wissenssoziologischen Typologie des Geschlechterwissens. In Geschlechterwissen und soziale Praxis: Theoretische Zugänge – empirische Erträge, Hrsg. Angelika Wetterer, 39–63. Königstein/Ts.: Ulrike Helmer Verlag.Google Scholar
  33. Wetterer, Angelika, Hrsg. 2008c. Geschlechterwissen und soziale Praxis: Theoretische Zugänge – empirische Erträge. Königstein/Ts.: Ulrike Helmer Verlag.Google Scholar
  34. Wetterer, Angelika. 2010. Körper, Wissen, Geschlecht. Geschlechterwissen und soziale Praxis II. Königstein/Ts.: Ulrike Helmer Verlag.Google Scholar
  35. Wetterer, Angelika. 2013. Das erfolgreiche Scheitern feministischer Kritik. Rhetorische Modernisierung, symbolische Gewalt und Reproduktion männlicher Herrschaft. In Gesellschaft. Feministische Krisendiagnosen, Hrsg. Erna Appelt, Brigitte Aulenbacher und Angelika Wetterer, 246–266. Münster: Westfälisches Dampfboot.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Fakultät für SozialwissenschaftRuhr-Universität BochumBochumDeutschland

Personalised recommendations