Advertisement

Institutionalisierte (Frauen-)bewegungen und -politiken: Gewerkschaften, Parteien, Christliche Kirchen

  • Gisela NotzEmail author
Chapter
Part of the Geschlecht und Gesellschaft book series (GUG, volume 65)

Zusammenfassung

Bei den Forschungsarbeiten über soziale Bewegungen werden Frauenbewegungen oft vergessen. Institutionalisierte Frauenbewegungen spielen auch in der historischen Frauen- und Geschlechterforschung bisher eine marginale Rolle. Erst durch den Einfluss der „neuen Frauenbewegung“ der 1970er-Jahre wurden auch institutionalisierte (Frauen-)Bewegungen für die Frauenforschung interessant. Mit der Gründung des Bund Deutscher Frauenvereine (BDF) als Dachverband der bürgerlichen Frauenbewegung 1894 beginnt die organisierte Frauenbewegung, die für bessere Aus- und Allgemeinbildung und das Recht auf Erwerbsarbeit kämpfte. Die Tatsache, dass bei der Gründung des BDF die proletarische Frauenbewegung nicht berücksichtigt wurde, führte zu Konflikten zwischen der proletarischen und bürgerlichen Frauenbewegung. Erst nach der Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg und der Gründung des Deutschen Frauenrats 1951 in Westdeutschland sind auch gewerkschaftliche und sozialdemokratische Frauenorganisationen in einem Dachverband zusammengeschlossen.

Schlüsselwörter

Frauenbewegungen Institutionalisierung Gewerkschaft Partei Christliche Kirche 

Literatur

  1. Baader, Ottilie. 1907. Bericht der sozialdemokratischen Frauen Deutschlands an die Internationale Konferenz sozialistischer Frauen und den Internationalen sozialistischen Kongress zu Stuttgart 1907. In Berichte für die Erste Internationale Konferenz sozialistischer Frauen. Abgehalten in Stuttgart 1907, 3–20. Berlin: Verlag von Ottilie Baader.Google Scholar
  2. Beier, Gerhard. 1983. Emma Ihrer „Evangelistin des Sozialismus“. In Schulter an Schulter, Schritt für Schritt. Lebensläufe deutscher Gewerkschafter, Hrsg. Gerhard Beier, 93–98. Köln: Bund-Verlag.Google Scholar
  3. Beier, Gerhard, Hrsg. 1983. Emma Ihrer „Evangelistin des Sozialismus“. In Schulter an Schulter, Schritt für Schritt. Lebensläufe deutscher Gewerkschafter, 93–98. Köln: Bund-Verlag.Google Scholar
  4. Breuer, Gisela. 1998. Frauenbewegung im Katholizismus. Der katholische Frauenbund 1903–1918. Frankfurt a. M./New York: Campus.Google Scholar
  5. Deutscher Textilarbeiterverband-Hauptausschuss. 1928. Crimmitschau 1903 – Blätter der Erinnerung an Sachsens bedeutenden Arbeitskampf. Berlin: Vorwärts.Google Scholar
  6. Dransfeld, Hedwig. 2004. Internetportal „Westfälische Geschichte“. www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/finde/langDatensatz.php?urlID=623&url_tabelle=tab_person. Zugegriffen am 31.01.2017.
  7. Frevert, Ute. 1986. Frauen – Geschichte zwischen bürgerlicher Verbesserung und neuer Weiblichkeit. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  8. Hausen, Karin. 1976. Die Polarisierung der „Geschlechtscharaktere“. Eine Spiegelung der Dissoziation von Erwerbs- und Familienleben. In Sozialgeschichte der Familie in der Neuzeit Europas, Hrsg. Werner Conze, 363–393. Stuttgart: Klett.Google Scholar
  9. Heller, Birgit. 2010. Religionen: Geschlecht und Religion – Revision des homo religiosus. In Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung, Hrsg. Ruth Becker und Beate Kortendiek, 713–718. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.CrossRefGoogle Scholar
  10. Holz, Petra. 2004. Zwischen Tradition und Emanzipation. Politikerinnen in der CDU in der Zeit von 1945 bis 1957. Königstein/Ts.: Ulrike Helmer Verlag.Google Scholar
  11. Illemann, Regina. 2016. Katholische Frauenbewegung in Deutschland 1945–1962. Politik, Geschlecht und Religiosität im Katholischen Deutschen Frauenbund. Paderborn: Schöningh.Google Scholar
  12. Jindra-Süß, Doris. 1989. Die alten Schachteln sollten lieber zu Hause bleiben. In Hand in Hand. Bauarbeiten und Gewerkschaften. Eine Sozialgeschichte, Hrsg. Arno Klönne, Hartmut Reese, Bernd Schütt und Irmgard Weyrather, 166–179. Frankfurt a. M.: Büchergilde Gutenberg.Google Scholar
  13. Leidinger, Christiane. 2015. Zur Theorie politischer Aktionen. Eine Einführung. Münster: edition assemblage.Google Scholar
  14. Lent, Lilly, und Andrea Trumann. 2015. Kritik des Staatsfeminismus: Oder: Kinder, Küche, Kapitalismus, Sexual politics, Bd. 6. Berlin: Bertz-Fischer.Google Scholar
  15. Limmer, Hans. 1988. Die deutsche Gewerkschaftsbewegung. München: Olzog.Google Scholar
  16. Losseff-Tillmanns, Gisela. 1978. Frauenemanzipation und Gewerkschaften. Wuppertal: Peter Hammer.Google Scholar
  17. Notz, Gisela. 2003. Frauen in der Mannschaft. Sozialdemokratinnen im Parlamentarischen Rat und im Deutschen Bundestag 1948/49–1957. Bonn: J. H. W. Dietz Nachf. GmbH.Google Scholar
  18. Notz, Gisela. 2006. Deutschland 1918. „Her mit dem allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrecht für Mann und Frau!“. In Mit Macht zur Wahl, Hrsg. Bettina Bab, Gisela Notz und Valentine Rothe, 94–107. Bonn: Frauenmuseum.Google Scholar
  19. Notz, Gisela. 2007. Mehr als bunte Tupfen im Bonner Männerclub. Sozialdemokratinnen im Deutschen Bundestag. Bonn: J. H. W. Dietz Nachf. GmbH.Google Scholar
  20. Notz, Gisela. 2011. Der internationale Frauentag und die Gewerkschaften. Berlin: verdi.Google Scholar
  21. Notz, Gisela. 2015. Kritik des Familismus. Theorie und soziale Realität eines ideologischen Gemäldes. Stuttgart: Schmetterling.Google Scholar
  22. Raschke, Joachim. 1987. Soziale Bewegungen: ein historisch-systematischer Grundriß. Frankfurt a. M./New York: Campus.Google Scholar
  23. Reihs, Sigrid. 2009. Frauenpolitik. Stichwortinformationen zur Geschichte der Frauen in Gesellschaft und Kirche. Sozialwissenschaftliches Institut der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD): Sozialethik online. www.sozialethik-online.de/download/SIPortalFrauenpolitik.pdf. Zugegriffen am 23.01.2017.
  24. Sack, Birgit. 1998. Zwischen religiöser Bindung und moderner Gesellschaft. Katholische Frauenbewegung und politische Kultur in der Weimarer Republik (1918/19–1933). Münster/New York/München/Berlin: Waxmann.Google Scholar
  25. Schüssler Fiorenza, Elisabeth. 1997. Jesus – Miriams Kind, Sophias Prophet. Kritische Anfragen feministischer Christologie. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.BerlinDeutschland

Personalised recommendations