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UV-Absorptionsfotometer

  • Gerhard WieglebEmail author
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Zusammenfassung

Der ultraviolette Spektralbereich eignet sich ebenfalls für gasanalytische Messungen und wird daher auch für bestimmte Anwendungen intensiv genutzt. Im Vergleich zum IR-Bereich gibt es allerdings einige Besonderheiten zu beachten. Physikalisch unterscheiden sich die Absorptionsspektren durch zusätzliche elektronische Übergänge, da die Photonen-Energie in diesem Spektralbereich größer ist als im IR-Bereich. Auch sind die Absorptionskoeffizienten im UV-Bereich zumeist größer, was zu einer besseren Auflösung (Nachweisgrenze) führt. Weiterhin sind keine störenden Einflüsse von Luftbestandteilen wie Wasserdampf und Kohlendioxid vorhanden.

Neben diesen Vorteilen gibt es aber auch einige Nachteile. Der für die Gasmesstechnik nutzbare Spektralbereich geht nur von \(\lambda\approx 200\) nm bis \(\lambda\approx 400\) nm. In diesem, vergleichsweise schmalen Bereich sind Überlappungen zwischen den einzelnen Absorptionsbanden der Gase nicht zu vermeiden. Erhöhte Querempfindlichkeiten sind daher die Folge dieser Einschränkung. In Abb. 8.1 ist der UV-Bereich im Vergleich mit dem IR-Bereich zu sehen. Die Wellenlängenachse (λ) ist als logarithmische Darstellung aufgetragen und verdeutlicht somit den schmalen UV-Bereich. Die Absorptionslinien im IR-Bereich werden vor allem durch H\({}_{2}\)O und CO\({}_{2}\) hervorgerufen, die als stets vorhandene Bestandteile der Luft anzusehen sind.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Fachhochschule DortmundDortmundDeutschland

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