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Die Zwillingsforschung als Methode der Erbforschung beim Menschen

  • Hans Luxenburger
Chapter

Zusammenfassung

Die Darstellung der Methodik der menschlichen Mehrlingsforschung (Zwillingsforschung) soll und kann an dieser Stelle nicht erschöpfend sein. Sie verzichtet von vorneherein auf die Darstellung jener Methoden, die der Erforschung der biologischen Grundlagen der Lehre von den menschlichen Mehrlingen dienen. Was gebracht werden soll, ist lediglich die Anwendung dieser Lehre auf Probleme der Erbforschung des Menschen. Besonderes Gewicht wird dabei auf die Bedürfnisse der Erbpathologie gelegt. Somit treten die Fragestellungen, die sich um das Problem der Manifestationsschwankungen und der Zwillingshäufigkeit gruppieren, anderen, vor allem denen der Biometrik gegenüber in den Vordergrund. Aber auch hier beschränke ich mich auf jene Methoden, die eine unmittelbare Anwendung in der Praxis erlauben und heute als fest begründet angesehen werden dürfen. Alles Problematische und lediglich theoretisch-methodologisch Interessante wird, wenn überhaupt, nur ganz am Rande gestreift. Die Darstellung soll dem, der die Zwillingsmethode praktisch anwenden will, die Möglichkeit bieten, sich kurz und einfach über das Handwerkszeug zu unterrichten, das ihm aus den Erfahrungen der Praxis heraus zur Verfügung steht. Daher wird auch auf die Anführung zahlreicher konkreter Beispiele großes Gewicht gelegt. Insofern weicht die Darstellung von der üblichen handbuchmäßigen Behandlung des Gebietes bewußt und ganz erheblich ab.

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Schrifttum

Zusammenfassende Darstellungen mit ausführlichem Schrifttumsnachweis

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1940

Authors and Affiliations

  • Hans Luxenburger
    • 1
  1. 1.MünchenDeutschland

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