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Zur Physik und Technik der Kryptonlampe

  • C. Reiter
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Zusammenfassung

Die Gesetze der Temperaturstrahlung zeigen, daß die Lichterzeugung durch Erhitzen fester Körper um so wirtschaftlicher vor sich geht, je höher dabei die Betriebstemperatur des Strahlers getrieben werden kann. Die Entwicklung der elektrischen Glühlampe ist daher auch in erster Linie dadurch gekennzeichnet, daß die Betriebstemperatur der erhitzten Körper immer höhere Werte annimmt: angefangen von der Kohle mit etwa 2100° K über Osmium und Tantal mit rd. 2270 zum Wolframfaden mit 2340 und dem gezogenen Wolframdraht mit 2400° K. Gleichzeitig stieg die Lichtausbeute von etwa 3,0 Hirn/W bei den ersten unpräparierten Kohlefäden bis zu etwa 10 Hlm/W bei den luftleeren Wolframdrahtlampen. Die Betriebstemperatur von 2400° K lag zwar noch viele hundert Grad unter dem Schmelzpunkt des Wolframs (3 660° K), doch war es zunächst nicht möglich, nennenswert über die angegebenen Werte hinauszugehen, weil sonst die Verdampfungsgeschwindigkeit des Wolframs zu hohe Werte angenommen hätte und die Lampe infolge zu schneller Schwärzung unwirtschaftlich geworden wäre. Den entscheidenden Fortschritt, der mit einem Schlage — zunächst bei Lampen mit mehreren hundert Watt Leistungsaufnahme — die Lichtausbeute von 10 auf 20 Hlm/W, also um volle 100%, erhöhte, brachte die Erfindung der gasgefüllten Lampe gleichzeitig durch K. Mey und seine Mitarbeiter in Deutschland 1 und durch Langmuir in den Vereinigten Staaten, bei der durch ein das glühende Wolfram umgebendes Gas die Verdampfungsgeschwindigkeit des Wolframs bei gleicher Temperatur gegenüber dem Betrieb mit Vakuum auf wenige Prozent herabgesetzt wurde, d. h. bei gleicher Verdampfungsgeschwindigkeit eine um einige hundert Grad höhere Betriebstemperatur gewählt werden konnte.

Die Bedeutung des Füllgases für die Betriebseigenschaften gasgefüllter Doppelwendellampen

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Notes

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG. in Berlin 1943

Authors and Affiliations

  • C. Reiter

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