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Tuberkulose pp 17-22 | Cite as

Die Bedeutung von Vererbung und Konstitution bei der Tuberkulose

  • K. Diehl
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Zusammenfassung

Über das Wirken erblicher Gegebenheiten bei der Tuberkulose kann heute kein Zweifel mehr bestehen. Wir wissen, daß hinsichtlich der Manifestation tuberkulöser Veränderungen bei erbgleichen Zwillingspaaren in über 2/3 der Fälle Konkordanz besteht. Pathogenetisch sind die sich bei den Paarlingen dieser Zwillingspaare entwickelnden tuberkulösen Veränderungen ausnahmslos gleich. Die Intensität und damit der Ausgang des krankhaften Geschehens ist bei erwachsenen erbgleichen Zwillingspaaren ganz vorwiegend gleichgerichtet, nur bei den dem Kindesalter zugehörigen erbgleichen Paaren treffen wir im Rahmen der Sekundärperiode nach Ranke auf lokalisatorische und Intensitätsunterschiede von beträchtlicherem Ausmaß, eine Tatsache, die sich aus der Vielgestaltigkeit der Tuberkulose in dieser Periode erklärt. Dazu kommt, daß der kindliche Organismus ganz allgemein sich von dem erwachsenen durch eine leichtere, wenig spezifische und wenig an bestimmte Organe und Gewebe gebundene Reaktibilität und damit durch eine stärkere Umweltlabilität unterscheidet.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1937

Authors and Affiliations

  • K. Diehl
    • 1
  1. 1.SommerfeldDeutschland

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