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Tuberkulose pp 109-115 | Cite as

Röntgendiagnostik der Darmtuberkulose

  • J. Rother
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Zusammenfassung

Die Ausbreitung der Tuberkulose auf den Darmkanal stellt die häufigste Komplikation der offenen Lungentuberkulose dar. Statistische Erhebungen verschiedener Autoren ergaben, daß bei 2/3–9/10 aller Sektionen von lungentuberkulösen Menschen auch Darmtuberkulose vorhanden war. Die frühzeitige Feststellung, ob der Darm tuberkulös erkrankt ist, bedeutet eine wichtige Aufgabe für den Arzt, da seine Einstellung zur Therapie von dem Ergebnis wesentlich beeinflußt wird. So werden eingreifende operative Maßnahmen im Rahmen der Lungenkollapstherapie zurückzustellen sein, wenn man befürchten muß, daß die Schwere des Darmbefundes eine Genesung nicht zuläßt. Auf der anderen Seite wird man beim Vorliegen einer weniger schweren Darmtuberkulose seine Bemühungen verdoppeln müssen, das Sputum bacillenfrei zu bekommen, damit dem Fortschreiten der Darmerkrankung vorgebeugt wird. Mancher schwere, aber nicht zu ausgedehnte Darmbefund wird die Indikation zu einem chirurgischen Eingriff am Darm selbst abgeben, oder man wird, falls eine Darmoperation nicht in Frage kommt, die Anlegung eines Pneumoperitoneums in Betracht ziehen, welches die Beschwerden lindert und bisweilen auch eine Darmtuberkulose so weit zu bessern vermag, daß eine erfolgreiche operative Therapie am Darm selbst eingeleitet werden kann.

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Notes

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1937

Authors and Affiliations

  • J. Rother
    • 1
  1. 1.SommerfeldDeutschland

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