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Die Phänomenologie der Konstitution. Die Konstitutionsanomalien. Abartung und Entartung. Status degenerativus

  • Julius Bauer
Chapter

Zusammenfassung

M. H.! Nachdem wir uns nunmehr mit der Genese der individuellen Konstitution, mit den Gesetzen vertraut gemacht haben, welche die Entstehung der genotypischen Individualität, der Persönlichkeit beherrschen, so können wir nunmehr darangehen, die Erscheinungsformen der Konstitution, also ihre Phänomenologie einer näheren Betrachtung zu unterziehen, insonderheit aber deren Zusammenhang mit der Pathologie zu studieren. Wir müssen uns natürlich immer vor Augen halten, was wir früher schon hervorgehoben haben, daß wir die konstitutionelle Quote der gesamten individuellen Körperverfassung, also den genotypischen Bestand eines Phänotypus kaum jemals rein und vollständig herauszuarbeiten und zu erkennen imstande sind, denn konstitutionell sind eben immer nur die Anlagen, die Entfaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten, an dem wirklich Gewordenen und Entstandenen sind aber immer auch äußere, konditioneile Einflüsse mitbeteiligt oder mit den Worten E. Kahns 1): „Es gibt keinen äußeren Reiz, der nicht in der Konstitution eine charakteristische Resonanz fände; und es gibt keine erworbene Eigenschaft, die nicht durch die Konstitution an die gesamte Körperverfassung des Organismus adaptiert würde.“

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  1. 1).
    E. Kahn: Erbbiologisch-klinische Betrachtungen und Versuche. Zeitschr. f. d. ges. NeuroL u. Psychiatrie. Bd. 61, S. 264. 1920.Google Scholar
  2. 1).
    Vgl. auch R. Geigel: Der Kanon des jungen Soldaten. Münch, med. Wochenschr. 1919. Nr. 52. S. 1491.Google Scholar
  3. 1).
    Vgl. H. Klose, A. E. Lampé und R. E. Liesegang: Die Basedowsche Krankheit. Beitr. z. klin. Chir. Bd. 77, S. 601. 1912.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1923

Authors and Affiliations

  • Julius Bauer
    • 1
  1. 1.Innere MedizinUniversität WienAustria

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