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Die Röntgendiagnostik in der Kinderheilkunde

  • Joseph Becker
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Zusammenfassung

Allgemeines zur Physik der Röntgenstrahlen. Im Jahre 1895 entdeckte der Würzburger Physiker Wilhelm Conrad Röntgen eine neuartige Strahlung, der die Fähigkeit eigentümlich ist, Materie durchdringen zu können. Diese Strahlen, die Röntgen zunächst als „X-Strahlen“bezeichnete, wurden ihrem Entdecker zu Ehren in Deutschland „Röntgen-Strahlen“genannt. Zur Entdeckung dieser Strahlen kam Röntgen durch das Studium der Erscheinungen beim Durchgang von elektrischem Strom durch verdünnte Gase. Verbindet man nämlich zwei in die Enden eines Glasrohres eingeschmolzene Glaselektroden mit einer geeigneten elektrischen Kraftquelle, etwa den beiden Sekundärpolen eines Induktors, so springen bei einer gewissen Entfernung der Elektroden bei Atmosphärendruck Funken über. Verdünnt man aber schrittweise durch Auspumpen die Luft in dem Rohr, so zeigen sich allmählich Leuchterscheinungen, das sogenannte „Getssler-Licht“(nach dem Bonner Glastechniker Geissler benannt). Treibt man durch weiteres Auspumpen die Luftverdünnung sehr weit, dann geht schließlich von der Elektrode, die mit dem negativen Pol der Elektrizitätsquelle verbunden ist, der „Kathode“, ein bläulich-weißes Lichtbündel aus, die sogenannte Kathodenstrahlung; die Kathodenstrahlen setzen sich senkrecht zur Oberfläche der Kathode gradlinig fort und üben gewisse chemische, mechanische und thermische Wirkungen aus. Sie werden durch ein Magnetfeld aus ihrer Richtung abgelenkt; wo Kathodenstrahlen auf das Glas der Röhre treffen, zeigt sich eine Fluorescenz.

Notes

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1931

Authors and Affiliations

  • Joseph Becker
    • 1
  1. 1.KinderklinikUniversität BonnBonnDeutschland

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