Advertisement

Die politische Bedeutung des neuen Wahlgesetzes

  • Erwin v. Beckerath
Chapter
  • 12 Downloads

Zusammenfassung

Das Gesetz, nach welchem das italienische Volk am 6. April 1924 an die Wahlurne trat, ist einer der schwersten Schläge, der jemals den Parteien eines Parlamentes von einer Regierung zugefügt worden ist. Sein Inhalt ist kurz folgender: Das ganze Königreich wurde ein einziges Wahlkollegium. Diejenige Liste, welche mindestens 25 Prozent der Stimmen auf sich vereinigte, hatte ein Anrecht auf zwei Drittel der Kammersitze, also auf 356 Mandate. Die Reste der Sitze wurden auf die übrigen Parteien so verteilt, daß man die Zahl der auf jede Partei fallenden Abgeordneten proportional zu den abgegebenen Stimmen berechnete. Nicht uninteressant war die Neuerung, wonach das Alter der Wahlfähigkeit von 30 auf 25 Jahre reduziert wurde; sie war deshalb charakteristisch, weil der Fascismus, ebenso wie der Bolschewismus, sich bewußt auf jüngere Altersschichten stützt als die Regierung, welche er ablöste.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Notes

Notes

  1. 1).
    Vgl. Mussolinis Aufsatz: Forza e Consenso, Märzheft 1923 der Gerarchia, Rivista politica. Milano.Google Scholar
  2. 2).
    Trattato di Sociologia generale, vol. III, p. 388. „In der ganzen Geschichte erscheinen Zustimmung und Gewalt als Mittel der Regierung.“Google Scholar
  3. 3).
    l. c., p. 164.Google Scholar
  4. 1).
    Villari: l. c., p. 207 ss.Google Scholar
  5. 1).
    Dorso, Guido: La rivoluzione méridionale, p. 82. Torino 1925.Google Scholar
  6. 2).
    Im April 1914 hatte Salandra in der Kammer erklärt, Liberalismus bedeute in Italien das gleiche wie Patriotismus. Daran knüpft Pareto die bissige Bemerkung, beides seien „Verkleidungen“, deren sich in Italien die Partei der specularori bediene. l. c., § 1555.Google Scholar
  7. 1).
    Galati, Vito G.: Religione e Politica, p. 172. Torino 1926.Google Scholar
  8. 2).
    Don Sturzo, Luigi: a. a. O., S. 129.Google Scholar
  9. 3).
    Galati: l. c., p. 175.Google Scholar
  10. 4).
    La Nuova Politica dell’ Italia, p. 214.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1927

Authors and Affiliations

  • Erwin v. Beckerath
    • 1
  1. 1.Universität KölnDeutschland

Personalised recommendations