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Die Raumladungsschwächung des Schroteffektes

I. Theoretische Grundlagen und Hauptergebnisse
  • Walter Schottky
Chapter

Zusammenfassung

Der Grund, weshalb wir der Theorie des Röhrenrauschens neuerdings wieder unser Interesse zuwenden, ist wohl in weiteren Kreisen bekannt. Es sind die extremen Anforderungen an Verstärkerröhren und Verstärkerschaltungen, die auf dem Trägerfrequenztelephonie- und Fernsehgebiet neuerdings gestellt werden durch die Forderung der gleichzeitigen gleichmäßigen Übertragung eines Frequenzgebietes von einigen Millionen Hertz (Breitbandverstärker). In solchen Fällen muß man mit der Signalstärke, die auf die einzelnen Frequenzgebiete entfällt, soweit wie möglich heruntergehen, um nicht zu große Gesamtsignalamplituden zu bekommen, und daran wird man gehindert, wenn das einzelne Signal in den Röhrenrauschpegel des betreffenden Frequenzgebietes einzutauchen beginnt. Nun gibt es bekanntlich Rauscheffekte, die man auf alle Fälle einkalkulieren muß und auch einkalkuliert hat, nämlich das thermische Rauschen der Leitungen und Widerstände. Diese Grenze hat man aber bei den Breitbandverstärkern nie erreicht; es zeigte sich, daß ein aus den Röhren kommendes Rauschen, das mit dem 1918 entdeckten Schroteffekt zusammenhängen muß, eine viel stärkere Rauschquelle bildet. Dieser Effekt war deshalb nicht vorauszusehen, weil eine hinreichend durchgebildete Rauschtheorie zwar für die Sättigungsströme, aber nicht für das in Verstärkerröhren maßgebende Raumladungsgebiet existierte.

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Notes

References

  1. 1).
    H. Nyquist: Phys. Rev. 32, 113, 1928.CrossRefGoogle Scholar
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    F.C. Williams: J. Instn. electr. Engr. 78 (1936) S. 326. — Vorher war bereits von G. L. Pearson: Physics 6 (1935) S. 6 eine Beziehung zwischen JlAnlauf und Jfh gesucht und festgestellt worden, daß die Schrottemperaturenbeträchtlich kleiner anzunehmen sind als die wahren Glühtemperaturen.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1937

Authors and Affiliations

  • Walter Schottky

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