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Trotz und Lüge

  • Elisabeth Bellot
Chapter
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Part of the Individuum und Gemeinschaft book series (IG, volume 7)

Zusammenfassung

Unter den, infolge ihrer großen Unsicherheit der Umgebung gegenüber, gern von den Kindern gewählten, und doch höchst unbrauchbaren Mitteln, stehen in der Schule neben dem Ehrgeiz Trotz und Lüge an erster Stelle. Trotz ist vom Standpunkt des Kindes aus gesehen ein brauchbares Mittel, um sich dem Erwachsenen gegenüber durchzusetzen, ihn in Wut zu bringen, einen Sieg zu erleben. Das unrichtige Benehmen des Erwachsenen bei Trotzeinstellung des Kindes läßt dieses die Erfahrung machen, es hätte wirklich damit eine Möglichkeit sich durchzusetzen, sich nach »Oben« zu bringen. Je mehr Unkosten es dabei auf sich nehmen muß, selbst Schläge, desto höher wertet es den Sieg. Es mißt nämlich an der Harte der Strafe die Wut des Erwachsenen. Je älter ein Kind wird, um so sicherer versagen alle Gewaltmittel; bei den älteren Jugendlichen bleibt auch der scheinbare Erfolg der äußeren Unterwerfung völlig aus. Es gibt in der Hauptsache nur eine mögliche Behandlung im Augenblick des trotzigen Protestes, und das ist bei größter Ruhe und Freundlichkeit eine völlige Nichtbeachtung des Trotzes.

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© Verlag J. F. Bergmann / München 1926

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  • Elisabeth Bellot

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