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Krankheitsverlauf, Krankheitsformen, Prognose

  • A. A. Hijmans van den Bergh
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Zusammenfassung

In der übergroßen Mehrzahl der Fälle beginnt die Zuckerkrankheit langsam und unbemerkt. Fast ohne Ausnahme hat sie schon lange zuvor bestanden, wenn zum ersten Male Zucker im Urin gefunden wird. Für viele Fälle ist der Befund dadurch erbracht, daß bei eingehenderem Nachfragen sich herausstellt, daß schon vor einigen Jahren Wadenkrämpfe aufgetreten waren oder unerklärbare Schmerzen an den Zähnen oder Neuralgien, ein mehr als normaler Durst oder ein Gefühl von Müdigkeit, über das Patient sich keine Rechenschaft abgelegt hatte, dessen diabetische Art hinterher aber nicht zu verkennen ist. Oft sind die Erscheinungen so leichter Natur gewesen, daß man ohne eindringende Befragung nichts davon erfahren haben würde. Zuweilen wird man übrigens trotz sorgfältigster Aufnahme der Anamnese nichts dergleichen zu Gehör bekommen Solche Fälle erwecken den Anschein, als ob die Krankheit erst kurz zuvor entstanden wäre. Tritt nun irgendeine Schädigung ein, die geeignet erscheint, Glykosurie zu erregen oder eine schon bestehende zu vermehren, so liegt die Annahme nahe, die Schuld am Ausbrechen des Diabetes ihr zuzuschreiben. Daher kommt es, daß ein Trauma, eine Infektionskrankheit, eine starke Gemütserregung oder körperliche Anstrengung nicht selten als Ursache der Zuckerkrankheit betrachtet werden. In den meisten Fällen wird sie wohl schon vorher bestanden haben.

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Notes

Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1926

Authors and Affiliations

  • A. A. Hijmans van den Bergh
    • 1
  1. 1.Universität UtrechtUtrechtThe Netherlands

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