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Nervensystem

  • Max Borst
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Zusammenfassung

Groß- und Kleinhirn sind umhüllt von der Dura mater und den weichen Häuten. Die Dura ist eine aus straffem Bindegewebe und elastischen Fasern aufgebaute derbe Membran; sie führt reichliche Gefäße und Nerven. Die großen venösen Sinus, welche das Hirnblut wegführen, sind in sie eingelagert. Außen hängt die Dura mit den Schädelknochen zusammen, dessen inneres Periost sie bildet; innen ist sie von flachen Deckzellen (Endothel) bekleidet, unter welchen eine elastische Grenzschicht nachweisbar ist. Zwischen ihr und den weichen Häuten befindet sich der subdurale Lymphraum. Die weichen Häute bestehen aus Arachnoidea und Pia; erstere zieht über die Hirnsulzi hinweg, letztere folgt allen Hirnfurchen. Beide Membranen sind aus zartem Bindegewebe aufgebaut, welches reichlich Gefäße führt. Zwischen Arachnoidea und Pia sind überall zarte Bindegwebsbälkchen ausgespannt, die mit Endothel bekleidet sind. Ein Endothelbelag findet sich auch an der dem Subduralraum zugekehrten Oberfläche der Arachnoidea. Der durch die Bälkchen vielfältig abgeteilte Raum zwischen Arachnoidea und Pia ist der subarachnoideale Lymphrau m. Die Arachnoidea bildet noch besondere zottige Auswüchse, die aus gefäßreichem Bindegewebe bestehen und mit Endothelzellen (nicht selten in mehrschichtiger Lage) bekleidet sind (Arachnoidealzotten). Es sind wahrscheinlich Ausgleichsorgane für die Lymphzirkulation; sie ragen in die Venensinus der Dura hinein oder dringen im Bereich der sog. Pacchionischen Gruben in den Schädelknochen vor. Die Gefäße der Pia entsenden kleine Ästchen in die Hirnrinde.

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Notes

Copyright information

© F. C. W. Vogel in Leipzig 1926

Authors and Affiliations

  • Max Borst
    • 1
  1. 1.Allgemeinen Pathologie und der Pathologischen AnatomieUniversität MünchenDeutschland

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