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Zur Kristallisierung unterkühlter dielektrischer Flüssigkeiten in einem elektrischen Felde

  • Richard Swinne
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Zusammenfassung

In den letzten Jahren haben verschiedene Forscher Versuche ausgeführt über den Einfluß elektrischer Felder auf physikalische Eigenschaften von Flüssigkeiten, besonders von unterkühlten Schmelzen. Diese Versuche haben jedoch keine eindeutigen Ergebnisse gezeitigt. So hat R. L. Mac Farlan (1) im Anschluß an die Deutung der elektrooptischen Kerr-Wirkung als einer Orientierung der Flüssigkeitsmolekeln in einem elektrischen Felde versucht, diese Orientierung durch den Einfluß nachzuweisen, den sie auf die Röntgenlichtstreuung von Flüssigkeiten hat. Seine Versuche verliefen bei Benzol negativ; bei Nitrobenzol dagegen ergaben sie bei Feldern bis zu 13 kV/cm eine gewisse Wirkung, die aber als Zunahme der Regelmäßigkeit bei der Verteilung der molekularen Streuungszentren des Röntgenlichtes gedeutet wurde. Spätere verfeinerte Untersuchungen über diese Frage hat im selben Laboratorium F. C. Todd (2) ausgeführt; er kam zu dem Schluß, daß die von R. L. Mac Farlan bei Nitrobenzol beobachtete Wirkung nicht dem elektrischen Felde, sondern einem unbeabsichtigten Umlauf und der schon von R. L. Mac Farlan selbst festgestellten Temperaturerhöhung der dem elektrischen Felde ausgesetzten Flüssigkeit zuzuschreiben sei.

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Notes

Schrifttum

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1936

Authors and Affiliations

  • Richard Swinne

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