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Untersuchung der Bauchhöhle und ihrer Organe mit Hilfe künstlicher Gasfüllungen

  • A. Schittenhelm
  • P. Wels
Chapter
Part of the Enzyklopaedie der Klinischen Medizin book series (EKM)

Zusammenfassung

Die röntgenologische Darstellung von Körperorganen oder deren Teilen erfordert eine Umgrenzung durch Medien, welche gegenüber dem darzustellenden Gebilde in ihrem Absorptionsvermögen für Röntgenstrahlen (d. h. in ihrer Dichte) ein bestimmtes Mindestmaß von Verschiedenheit aufweisen. Bei den Organen des normalen Thorax ist diese Forderung schon durch die natürlichen Verhältnisse erfüllt, da das Herz und die Gefäße samt ihrem Blutinhalt sowie auch die Wandungen der größeren Bronchien gegenüber der großen Menge der sie umgebenden luftgefüllten Alveolen einen Dichtigkeitsunterschied besitzen, der für das Sichtbarmachen auf dem Fluoreszenzschirm oder auf der photographischen Platte erfahrungsgemäß genügt. Wesentlich ungünstiger liegen diese Verhältnisse für die Darstellung der Bauchorgane, Das Abdomen mit seinem Inhalt weist an keiner Stelle ausreichende Absorptionsdifferenzen auf, welche infolge regelmäßiger Wiederkehr imstande wären, uns bestimmte Richtlinien für eine röntgenologische Beurteilung der Bauchorgane zu geben. Die Region der Bauchhöhle erscheint unter normalen Verhältnissen auf dem Schirm und auf der Platte als eine graue Schattenfläche mit etwas dunklerer Abtönung in der Lebergegend und mit unregelmäßigen und inkonstanten Schattenvertiefungen oder Aufhellungen in den übrigen Teilen, welche im allgemeinen keinerlei umschriebene Konturen erkennen lassen. Höchstens sind infolge natürlicher Gasfüllung des Magenfundus und einzelner Dickdarmabschnitte zuweilen einzelne Konturen der Bauchorgane erkennbar oder es wird infolge seiner erheblich geringeren Durchlässigkeit für Röntgenstrahlen gelegentlich ein großer Nierenstein, eine verkalkte Lymphdrüse, eine Verknöcherung im Muskel oder dgI. sichtbar. Eine gewisse Ausnahmestellung nimmt hier die Milz ein, indem sie durch die sehr häufig anzutreffende Luftfüllung der Flexura lienalis und des Fundus ventriculi oft schon bei einfacher Durchleuchtung in ihren Konturen deutlich erkennbar wird.

Notes

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1924

Authors and Affiliations

  • A. Schittenhelm
    • 1
  • P. Wels
    • 1
  1. 1.KielDeutschland

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