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Allgemeines über Begriff und Einteilung der Bestände

  • Alfred Dengler
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Zusammenfassung

Der Wald zeigt auch auf kleineren Flächen immer mehr oder weniger weitgehende Unterschiede in seinem Aussehen. Nicht nur, daß er hier von der einen, dort von einer anderen Holzart gebildet wird, womit auch meist der Unterstand, Sträucher und Bodenflora, wechseln, auch bei gleicher Holzart zeigen sich oft starke Verschiedenheiten in der Höhe und Vollkommenheit des Wuchses. Vor allem aber fällt in unserm Wirtschaftswald der Wechsel auf, den das ungleiche Alter der einzelnen Flächen mit sich bringt. Überall, wo sich solche Waldteile von verschiedenem Aussehen und verschiedener Zusammensetzung voneinander abheben, sprechen wir von der Bildung besonderer Bestände. Im Grunde genommen ist natürlich kein Fleck dem andern ganz gleich. Wie weit man mit der Zusammenfassung bzw. Unterscheidung gehen soll, kann nur durch Übereinkommen bestimmt werden. Die naturwissenschaftlich-ökologische Betrachtungsweise wird die Grenzen immer möglichst eng zu ziehen suchen. Für die forstliche Praxis ist dagegen nur notwendig, daß der Bestand sich zu gleichartiger Bewirtschaftung eignet. Dabei können geringere Unterschiede mit in Kauf genommen werden. Dagegen darf die Fläche nicht zu klein sein, damit eine besondere Behandlung auf ihr überhaupt stattfinden kann (gewöhnlich nicht unter 0,3–1,0 ha). Andererseits müssen aus wirtschaftlichen Gründen (Übersichtlichkeit, Sturmsicherung) öfters auch gleichartige größere Bestände durch Einteilungslinien und Wege zerlegt werden.

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Notes

Literatur

  1. 1).
    Chr. Wagner hat mit Recht betont, daß man von Saum im richtigen Sprachsinne nur von der Außenseite eines Bestandes sprechen kann. Obwohl die schmalen Streifenbestände gerade dort häufig auftreten und eine besondere Rolle spielen, kommen doch auch gelegentlich schmale Innenstreifen vor.Google Scholar
  2. 2).
    Herausgegeben von Fabricius, im F.Cbl. 1932, H. 24.Google Scholar
  3. 1).
    Wagner, Ch.: Lehrbuch der theoretischen Forsteinrichtung, S. 115. Berlin 1928.Google Scholar
  4. 2).
    Silva 1926, S. 292.Google Scholar
  5. 3).
    Zweite unveränderte Auflage. Neudamm 1911.Google Scholar
  6. 1).
    Diese Begriffe sind ebenfalls von Chr. Wagner geprägt.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1944

Authors and Affiliations

  • Alfred Dengler
    • 1
  1. 1.Forstlichen Hochschule EberswaldeDeutschland

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