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Einleitung

  • Hans Eppinger
  • L. von Papp
  • H. Schwarz
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Zusammenfassung

Bei der Beurteilung vieler Patienten, die uns auf den ersten Blick als Herzkranke imponieren, drängt sich bei genauerer Analyse leicht die Frage auf, ob tatsächlich all das, was wir im gegebenen Falle als krankhaft vorfinden, restlos auf das Konto des geschädigten Herzens zu setzen ist. Ein normales Funktionieren des Blutkreislaufes ist ja nicht nur von einer geregelten Tätigkeit des Herzens allein abhängig, es setzt auch ein tadelloses Ineinandergreifen aller jener Vorrichtungen voraus, die nominell dem „peripheren Kreislaufe“ zugezählt werden. Herz und peripherer Kreislauf werden vielfach mit einem Motor und dem dazugehörigen Röhrenwerke verglichen. Die Pathologie hat sich bis jetzt fast ausschließlich mit den Läsionen der Pumpe beschäftigt und dementsprechend Zeichen von Kreislaufinsuffizienz in erster Linie auf Erkrankungen des Herzmuskels bezogen. Daß schwere Schäden der ganzen Motoranlage entstehen können, die sogar zum Stillstand derselben führen, wenn die Zu- und Abflußbedingungen zur Pumpe lädiert erscheinen, ist bekannt, aber wie wir glauben, kaum am Kranken-bette in gebührender Form berücksichtigt worden. Und doch will uns scheinen, es wäre der ganze Apparat, der für die Integrität des peripheren Kreislaufes Sorge trägt, das vulnerablere Gebilde und dementsprechend Schäden leichter und häufiger zugänglich als der Herzmuskel selbst.

Notes

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1924

Authors and Affiliations

  • Hans Eppinger
    • 1
  • L. von Papp
    • 1
  • H. Schwarz
    • 1
  1. 1.Erste Medizinische Klinik in WienÖsterreich

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