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Synthese einer β-Glucosidogallussäure

  • Emil Fischer
  • Hermann Strauß
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Zusammenfassung

Im Anschluß an die kürzlich beschriebene Synthese der Glucoside von Resorcin und Phloroglucin1) haben wir das Derivat der Gallussäure dargestellt, um es mit dem Tannin und ähnlichen Gerbstoffen vergleichen zu können. Für die Kombination mit Acetobromglucose wurde nicht freie Gallussäure, sondern ihr Äthylester benutzt. Das entspricht den Erfahrungen bei der Synthese der Glucosidoglykolsäure2) und der gleichzeitig von F. Mauthner3) ausgeführten Synthese des Glucosids der Syringasäure. Der zuerst resultierende Tetracetylglucosido-gallussäureäthylester läßt sich durch kaltes Barytwasser völlig verseifen und die Isolierung der hübsch krystallisierenden Glucosido-gallussäure bietet keine Schwierigkeiten. Was den Namen Glucosidosäuren betrifft, so ist er von dem einen von uns vor 18 Jahren eingeführt worden, als es ihm gelang, solche Stoffe zuerst synthetisch aus Traubenzucker und Alkoholsäuren darzustellen4). Allerdings hatte schon F. Tiemann5) 9 Jahre früher für die Glucoside des Vanillins und der Vanillinsäure, die durch Abbau des Coniferins entstehen, die Namen Glucovanillin und Glucovanillinsäure vorgeschlagen, die damals sicherlich sehr zweckmäßig waren und auch jetzt noch den Vorzug der Kürze haben.

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Notes

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1919

Authors and Affiliations

  • Emil Fischer
  • Hermann Strauß

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