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Über die Carbomethoxyderivate der Phloroglucincarbonsäure und der Phloretinsäure

  • Emil Fischer
  • Hermann Strauss
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Zusammenfassung

Von allen bisher untersuchten Phenolcarbonsäuren hat die Phloroglucincarbonsäure bei der Carbomethoxylierung die meisten Schwierigkeiten gemacht. Das hängt wohl zusammen mit der benachbarten Stellung des Carboxyls zu zwei Phenol- bzw. Ketogruppen. In wässerig-alkalischer Lösung bleibt die Carbomethoxylierung stehen bei dem längst beschriebenen Monoderivat2). Um die Reaktion weiterzuführen, ist die Anwendung von Chlorkohlensäuremethylester und Di-methylanilin nötig. Da man von diesen aber einen erheblichen Über-schuß anwenden muß, so geht der Prozeß weiter, indem auch das Carb-oxyl in Mitleidenschaft gezogen wird und es bilden sich nichtsaure Produkte, deren Rückverwandlung in die carbomethoxylierte Phloroglucincarbonsäure lange unmöglich war. Wie schon in einer vorläufigen Notiz3) erwähnt wurde, ist es uns endlich gelungen, diese säureanhydrid-artigen Stoffe durch Behandlung mit Bicarbonat in kalter wässerig-acetonischer Lösung ohne Schädigung der Carbomethoxygruppen in die Säure zu verwandeln. Beim näheren Studium des Vorganges konnten wir das indifferente Zwischenprodukt in reinem Zustand isolieren. Es ist das Anhydrid der Tricarbomethoxy-phloroglucincarbonsäure und der Methylkohlensäure, (CH3.CO2.O)3C6H2.CO.O.CO2CH3 und scheint das erste derartige gemischte Säureanhvdrid der Methvlkohlensäure zu sein.

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Notes

Literatur

  1. 1).
    Da Herr Strauss vor Beendigung der Versuche Berlin verlassen niußte, so hat mein Assistent Herr Dr. Max Bergmann sie fortgesetzt und speziell das gemischte Säureanhydrid sowie die Krystallisation der beiden Säurechloride bearbeitet, wofür ich ihm auch hier besten Dank sage. K. Fischer.Google Scholar
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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1919

Authors and Affiliations

  • Emil Fischer
  • Hermann Strauss

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