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Wollkunde pp 256-302 | Cite as

Die physikalischen Eigenschaften der Wolle

  • Gustav Frölich
  • Walter Spöttel
  • Ernst Tänzer
Chapter
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Part of the Technologie Der Textilfasern book series (TETE, volume 8)

Zusammenfassung

Die Erkenntnis, daß neben der Feinheit der Wolle den mechanischen Eigenschaften derselben eine hohe, wenn nicht ausschlaggebende Rolle für die technische Verarbeitung zukommt, dürfte so alt sein, wie nur Wolle zu Geweben verarbeitet wird.

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Notes

Literatur

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  9. 2).
    Auf eine detaillierte Beschreibung der Apparate muß hier verzichtet werden.Google Scholar
  10. 3).
    Hemmerling macht auf die dabei möglichen Fehler aufmerksam.Google Scholar
  11. 4).
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  13. 5).
    Dem Polanyischen Apparat fehlt die Möglichkeit automatischer Registrierung.Google Scholar
  14. 6).
    Krais, P.: Ein Apparat zur Bestimmung der Zerreißfestigkeit einzelner Fasern. Textile Forsch. 1920. — Die Bestimmung der Dehnung von Einzelfasern. Textile Forsch. 1922.Google Scholar
  15. 1).
    Die Unterschiede sind jedoch verhältnismäßig sehr gering.Google Scholar
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  18. 1).
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    Dimitriadis, J. N.: Die physikalischen Eigenschaften der Merinojährlingswolle aus der Stammschäferei Friedeburg a. d. Saale. Diss. Halle 1926.Google Scholar
  20. 3).
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  21. 4).
    Kronacher u. Schäper: Untersuchungen der qualitativen Beschaffenheit verschiedener Abschnitte desselben Wollhaares mittels des Defordenapparates. Z. Tierzüchtg Bd. 3. 1925.Google Scholar
  22. 5).
    Die von Kronacher und Schäper getroffene Beschränkung auf nicht zu früh gerissene Wollhaare läßt die Ergebnisse als ausgewählt erscheinen; eine derartige Auswahl ist bei der Verwendung der Wollhaare in der Textilindustrie nicht angängig. Die von Mark am meisten zu Versuchszwecken benutzte Kammwolle (Nauensand) zeigt in rohem, un» gewaschenem Zustand 5 bis 10% aller Haare Schadstellen. Nach Kronacher müßten also mindestens 5 bis 10% von der Untersuchung ausgeschlossen werden. — Ogrizek, A.: Feinheit, Tragkraft und Dehnbarkeit des Wollhaares in der F 1-Generation. Z. Tierzüchtg Bd. 8. 1927. — Ein Beitrag zur Kenntnis der Beziehungen zwischen den physikalischen Eigenschaften der Wolle. Z. Tierzüchtg Bd. 7. 1926. — Ogrizek scheidet sogar 21,17% zu früh gerissener Haare aus, betont aber, daß die Scheidung nicht leicht ganz objektiv und einwandfrei durchzuführen sei; auch dann ist nur bei 50% eine typische Übereinstimmung des Kurvenbildes mit dem betreffenden Sortiment festzustellen. Die Notwendigkeit einer noch schärferen Selektion, wie sie Ogrizek für erforderlich hält, um eine völlige Übereinstimmung zwischen Sortiment und Kurvenbild zu erzielen, charakterisiert das ganze Verfahren als praktisch unbrauchbar.Google Scholar
  23. 5a).
    Daß keineswegs immer ein befriedigendes morphologisches Bild eine gute physikalische Eigenschaft zu bedingen braucht, hat Abderhalden für das Meerschweinchenhaar behauptet. — Abderhalden, E.: Beitrag zur Kenntnis der Folge der Schilddrüsenexstirpation. Pflügers Arch. Bd. 208. 1925.Google Scholar
  24. 6).
    Tänzer, E.: Weitere Untersuchungen über die physikalischen Eigenschaften der Wolle. (Sammelref.) Z. Tierzüchtg Bd. 7. 1926.Google Scholar
  25. 1).
    Schon Mc Murtrie hat keine völlige Korrelation zwischen Tragkraft und Haarquerschnitt, sowie zwischen Dehnung und Tragkraft oder Haarfeinheit feststellen können.Google Scholar
  26. 2).
    Die gegenüber Kronacher und Schäper niedrigeren Minima Tänzers erklären sich aus der Tatsache, daß letzterer keinerlei Auslese der Haare getroffen hat.Google Scholar
  27. 3).
    Heyne, J.: Großes Handbuch der Schafzucht auf neuzeitlicher Grundlage, 2. Aufl. Leipzig 1923.Google Scholar
  28. 4).
    Speakman, J. B.: The extensibility of the wool fibre. J. Text. Inst. Bd. 15. 1924.Google Scholar
  29. 5).
    Mark, H.: Beiträge zur Kenntnis der Wolle und ihrer Bearbeitung. Berlin 1925.Google Scholar
  30. 1).
    Der genannte Verfasser betont, daß die Gültigkeit des Hookeschen Gesetzes hier nur angenähert zutrifft. Nach jedem Prozeß muß so lange gewartet werden, bis sich ein Gleichgewichtszustand eingestellt hat.Google Scholar
  31. 2).
    Journ. Text.-Ind. 1926.Google Scholar
  32. 3).
    Krais, P.: Die Bestimmung der Dehnung von Einzelfasern. Textile Forsch. 1922.Google Scholar
  33. 1).
    Kühler, H.: Untersuchungen über die physikalischen Eigenschaften der Wolle von Karakulschafen. Diss. Halle 1924.Google Scholar
  34. 2).
    Dimitriadis, J. N.: Die physikalischen Eigenschaften der Merinojährlingswolle aus der Stammschäferei Friedeburg a. d. Saale. Diss. Halle 1926.Google Scholar
  35. 3).
    Dörner, H.: Dehnung und Tragkraft gesunder Wollhaare verschiedener Stärke. Diss. Gießen 1922.Google Scholar
  36. 4).
    Mark, H.: Beiträge zur Kenntnis der Wolle und ihre Bearbeitung. Berlin 1925.Google Scholar
  37. 5).
    In der Praxis spielt häufig eine Beanspruchung dauernden Zuges statt (im Wolf, auf der Spinnmaschine, dem Webstuhl).Google Scholar
  38. 6).
    Speakman, J. B.: Die Ausdehnung des Wollhaares unter konstanter Belastung. J. Text. Inst. 1926, S. 472–481.Google Scholar
  39. 7).
    Shorter, S. A.: An Investigation of the Nature of the Elasticity of fibres. J. Text. Inst. Bd. 15. 1924. — Shorter, S.A. u. W. J.Hall: J. Text. Inst. Nr. 6. 1924; Textile Forsch. 1925, H. 1, S. 33.Google Scholar
  40. 1).
    Shorter, S.A.: The Properties of Colloids in Relation to Industrial Processes. J. Soc. Dyersand Colourists Bd. 36, S. 229. 1920.Google Scholar
  41. 2).
    Speakman, J. B.: The intracellular structure of the wool fibre. J. Text. Inst. 1927.Google Scholar
  42. 2).
    Güldenpfennig, H.: Studien über die Beschaffenheit der Wolle von reinblütigen Schafen und Somalikreuzungen. Diss. Halle 1914.Google Scholar
  43. 3).
    Die vergleichsweise außerordentlich niedrigen Werte des Elastizitätsmoduls bei Wilsdorf erklären sich offensichtlich aus der Methodik. Für verschieden große Beanspruchung gleicher Art ist der Elastizitätsmodul konstant, solange sich Beanspruchung und Veränderung proportional sind; deshalb ist die Bestimmung des Elastizitätsmoduls nur in der Anfangsdehnung möglich. Da die Untersuchungen Wilsdorfs mit dem Kraisschen Apparat ausgeführt sind, mit welchem bekanntlich keine Unterbrechungen der Belastung und Entlastungen möglich sind, sind die Berechnungen des Elastizitätsmoduls unter Benutzung von Enddehnung und Endbelastung ausgeführt, was nicht zulässig ist. Die absoluten Werte der Dehnung und Belastung zeigen eine sehr kräftige Wolle (im Gegensatz zu dem vergleichsweise niedrigen Elastizitätsmodul).Google Scholar
  44. 1).
    Tänzer, E.: Kunstwolle und künstliche Wolle. Dt. Schäfereizg Jg. 19, Nr. 2. 1927.Google Scholar
  45. 1).
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  46. 1).
    Deppe, E.: Reiß- und Knickfestigkeit gesunder Wollhaare. Z. Tierzüchtg Bd. 7. 1926.Google Scholar
  47. 2).
    Die Identifizierung Deppes von Dreh- und Knickfestigkeit dürfte unzulässig sein.Google Scholar
  48. 3).
    Mark, H.: Beiträge zur Kenntnis der Wolle und ihrer Bearbeitung. Berlin 1925.Google Scholar
  49. 4).
    Tänzer, E.: Die Prüfung des Tänzer-Polikeitschen registrierenden Faserdynamometers. Melliands Textilber. 1927.Google Scholar
  50. 1).
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  51. 2).
    Mark, H.: Beiträge zur Kenntnis der Wolle und ihrer Bearbeitung. Berlin 1925.Google Scholar
  52. 1).
    Krais, P.: Vergleichende Untersuchungen von Wollkammzügen. Textile Forsch. 1922.Google Scholar
  53. 2).
    Sehr hohe Luftfeuchtigkeit vermindert nach Krais die Schmiegsamkeit des Kammzuges.Google Scholar
  54. 1).
    Nach Marschikist Biegsamkeit der Widerstand gegen die Ablenkung aus der geraden Lage.Google Scholar
  55. 2).
    Krais, P.: Bas Knittern und Faltigwerden der Textilien. Textile Forsch. 1919.Google Scholar
  56. 3).
    In der schafzüchterischen Praxis wird die Geschmeidigkeit des Haares auf die Art und Weise bestimmt, daß man ein ca. 2 cm langes Haarende mit dem Finger fest in die Höhe hält und durch leichtes Anblasen zum Umlegen bringt. Die Stärke der für die Biegung notwendigen Kraft und die Vollkommenheit des Wiederaufrichtens des Haares nach Beendigung des Blasens läßt den Schluß auf die Geschmeidigkeit zu.Google Scholar
  57. 1).
    Bas1er, A.: Die mechanischen Eigenschaften der menschlichen Kopfhaare. Pflügers Arch. Bd. 208, EL 5/6. 1925. — Tänzer, E.: Die mechanischen Eigenschaften des menschlichen Kopfhaares. Pflügers Arch. 1926.CrossRefGoogle Scholar
  58. 2).
    Basler, A.: Über die Wurzelfestigkeit der menschlichen Haare. Pflügers Arch. Bd. 212, H. 1. 1925.Google Scholar
  59. 3).
    Vorläufig muß eine Beschränkung auf die genannten mechanischen Eigenschaften stattfinden, weil über die übrigen keine genügenden Unterlagen vorliegen.Google Scholar
  60. 4).
    Alfonso, D: Determinazioni exquite sui caratteri delle lane di voini Rambouillets e gentili di Puglia. Napoli 1920.Google Scholar
  61. 5).
    Die relative Zerreißfestigkeit bei der Bockwolle wird mit 12,123 bis 15,583 kg angegeben (Maximum 25,933 kg).Google Scholar
  62. 1).
    Die von Kühler ermittelten Werte beim Karakulhaar liegen weit über denen von Macha.Google Scholar
  63. 2).
    Eine Überprüfung der Mc Murtrieschen Angaben scheint geboten.Google Scholar
  64. 3).
    Vgl. dazu die Bemerkung auf S. 267, Fußnote 3.Google Scholar
  65. 1).
    Willkomm: Beiträge zur Frage der Luftbefeuchtung in Spinnereien und Webereien. Leipz. Monatsschr. Textilind. 1909.Google Scholar
  66. 2).
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  67. 1).
    Marschik schlägt dagegen vor, die unter anderen Feuchtigkeitsverhältnissen gefundenen Resultate auf den „normalen“ Feuchtigkeitsgehalt umzurechnen.Google Scholar
  68. 2).
    Joseph, W. E.: Effect of feeding and management of sheep on the tensile strength and elasticity of wool. Washington 1926.Google Scholar
  69. 1).
    Kertesz, Leipz. Monatsschr. Textilind. 1924. — Über die Wirkung atmosphärischer Einflüsse auf Wolle und Tuche. Textile Forsch. 1919. — Melliands Textilber. 1923 u. 1926. — Chem.-Zg 1926.Google Scholar
  70. 2).
    Heermann, P.: Der Wollschwund durch atmosphärische Einflüsse. Chem.-Zg Bd. 48, S. 337. — Heermann u. Sommer: Leipz. Monatsschr. Textilind. 1925.Google Scholar
  71. 3).
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  72. 4).
    Über die Wirkungsweise der ultravioletten Strahlen auf das Haar sind die Meinungen noch geteilt (vgl. z. B. Heermann und Sommer auf der einen und Krais und Biltz auf der anderen Seite). Dabei stellt die Quecksilberdampflampe keinen vollwertigen Ersatz für das Sonnenlicht dar. (Textile Forsch. S. 19 bis 22.)Google Scholar
  73. 5).
    Über die Wirkung der atmosphärischen Einflüsse auf Wolle und Tuche. Spinner und Weber 1926, Nr. 81, S. 14.Google Scholar
  74. 1).
    Krais, P.: Ein Apparat zur Bestimmung der Zerreißfestigkeit einzelner Fasern. Textile Forsch. 1920. — Die Bestimmung der Dehnung von Einzelfasern. Textile Forsch. 1922.Google Scholar
  75. 2).
    Mark, H.: Beiträge zur Kenntnis der Wolle und ihrer Bearbeitung. Berlin 1925.Google Scholar
  76. 1).
    Mafschik, Chr.: Die Morphologie der Schafwolle. Melliands Textilber. 1920.Google Scholar
  77. 2).
    Hemmerling: Melliands Textilber. 1923. S. 5.Google Scholar
  78. 3).
    Nach Hemmerling muß, je größer die Abweichungen der verschiedenen Festigkeitszahlen voneinander sind, die Zahl der auszuführenden Versuche um so größer sein.Google Scholar
  79. 4).
    Nach Rosenzweig kann die Gleichförmigkeit von Gespinsten nach der „Methode der kleinsten Quadrate“ aus den Gewichten von 200 Strähnchen von 10 bis 20 m Länge zuverlässig berechnet werden; dabei sind die Titer (Garnnummern) als Ordinaten, die arithmetische Reihe als Abszisse eingetragen. Das Verfahren von Rosenzweig würde dem genannten graphischen Verfahren entsprechen. (Zur Gleichmäßigkeitsprüfung von Gespinsten. Melliands Textilber. 1927.)Google Scholar
  80. 5).
    Dimitriadis, J. N.: Die physikalischen Eigenschaften der Merinojährlingswolle aus der Stammschäferei Friedeburg a. d. Saale. Diss. Halle 1926.Google Scholar
  81. 1).
    Lehmann, C.: Gesammelte Schriften Bd. 2. Berlin 1920.Google Scholar
  82. 1a).
    Lehmann, C.: Bedeutung und Hauptgrundlinien der Wollkunde. Berlin 1920.Google Scholar
  83. 1b).
    Bohm, J.: Die Schafzucht nach ihrem jetzigen rationellen Standpunkt. Erster Teil: Die Wollkunde. Berlin 1873.Google Scholar
  84. 1).
    Im allgemeinen färben sich die Haare mit Seidenglanz weniger leicht als die mit Silberglanz; infolgedessen werden unter Umständen Teile der Vliese, wie z. B. die Kehlpartie, heraussortiert, wenn sie sich gegenüber dem übrigen Vlies durch Seidenglanz hervorheben.Google Scholar
  85. 1).
    Den Glanzhaaren begegnen wir in größerer oder geringerer Menge an einzelnen Körperstellen am Merinovlies, und zwar am Kopfe, soweit dieser mit Wollhaaren besetzt ist, am Halse, an der Sehwanzwurzel und an dem unteren Teil des Schenkels. Bei Tieren mit dicker, schwammiger Haut sind sie häufiger zu finden als bei solchen mit feiner, fester Haut, namentlich auf den groben Hautfalten (Negretti), und zwar mehr bei den Böcken als bei Mutterschafen und Hammeln sind sie anzutreffen.Google Scholar
  86. 1a).
    Während bei diesen Tieren die Wollen normal ausgebildet und gut gekräuselt sind, zeigen die Glanzhaare nur wenig Wellung. Die harten, spröden Glanzhaare haben eine sehr glatte Oberfläche und eine sehr wenig erkennbare Oberhautzellenstruktur.Google Scholar
  87. 1b).
    Bei einer reinen Rasse wird das stärkere Auftreten dieser Glanzhaare als ein Zeichen nicht sorgfältiger Zucht angesehen, besonders findet man sie dann, wenn auf Masse um jeden Preis ohne Berücksichtigung der Qualität gezüchtet wird.Google Scholar
  88. 1c).
    Bei den Glanz- oder Hosenhaaren handelt es sich um lebend fortwachsende Haare.Google Scholar
  89. 1d).
    Die Ziegen- oder Hundehaare sind markhaltige, schlichte Haare von wesentlich geringerer Feinheit als die Wollhaare eines solchen Vlieses. Sie finden sich mitunter selbst in den feinwolligsten Vliesen an denselben Stellen, wo sich auf Grund irgendwelcher Verletzungen Narbengewebe gebildet haben. Diese Hautverletzungen kommen am häufigsten während der Schafschur und unter Umständen auch durch den Biß der Schäferhunde vor. Wenn diese Hundehaare häufig auftreten, setzen sie den Wert des Vlieses herab. Es muß deshalb bei der Schur sorgsam darauf geachtet werden, daß nicht eingeschnitten wird.Google Scholar
  90. 1).
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  92. 3).
    Klughardt, A.: Über die Bestimmung des Glanzes mit dem Stufenphotometer. Melliands Textilber. 1927, H. 7. — Über die Bestimmung des Glanzes mit dem Stufenphotometer. Z. techn. Phys. Jg. 8. 1927.Google Scholar
  93. 4).
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  95. 6).
    n γ der Indexellipse liegt in der Haarlängserstreckung, n α senkrecht dazu.Google Scholar
  96. 1).
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  105. 2).
    Eingehende Angaben über die Hygroskopizität der Haare findet man auch in H. Bongards, Feuchtigkeitsmessung. München u. Berlin 1926.Google Scholar
  106. 1).
    Nach Shorter und Hall übt das Öl praktisch keine Wirkung aus auf die Feuchtigkeitsabsorptionskraft der Wolle, es bedingt aber eine Verminderung der Hygroskopizität bloß durch Belastung des Materials mit einer nicht hygroskopischen Substanz.Google Scholar
  107. 2).
    Gewöhnlich in Prozenten des Trockengehaltes angegeben.Google Scholar
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    Nach Clark absorbieren dicke Fasern Wasser viel rascher als dünnere Fasern, da ihre innere Struktur viel größere Poren zeigt als bei dünneren Haaren; sie geben es aber auch in trockner Luft rascher ab. Bei langem Aussetzen nehmen die dünnen Haare schließlich mehr Wasser auf als dicke Fasern. (Clark, C. O.: Conditioning. J. Text. Inst. 1924. H. 15.)Google Scholar
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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1929

Authors and Affiliations

  • Gustav Frölich
    • 1
    • 2
  • Walter Spöttel
    • 1
  • Ernst Tänzer
    • 1
  1. 1.Universität Halle A. S.Deutschland
  2. 2.Instituts für Tierzucht und MolkereiwesenDeutschland

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