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Zusammenfassung. Die Gruppen in ihren sozialen Bezügen

  • Adelheid Fuchs-Kamp
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Zusammenfassung

Die Zeichnung der Einzelschicksale, die unter dem doppelten Gesichtspunkte des sozial-rechtlichen Verhaltens und der individuellen psychischen Artung vorgenommen wurde, hat von diesen beiden Gesichtspunkten aus schon verwandte Erscheinungen zusammengerückt. Es soll nun weiterhin, um Ergebnisse allgemeiner Art zu gewinnen, nachgeprüft werden, wieweit und in welcher Art Gemeinsamkeiten innerhalb der drei Gruppen sich hinsichtlich der gesamten sozialen Lebensführung feststellen lassen, und wieweit hierin diese Gruppen sich charakteristisch gegeneinander abheben. Es interessiert also im folgenden nicht mehr in erster Linie das Einzelschicksal, sondern ein Gruppenschicksal.

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Notes

Literatur

  1. 1.
    Gregor: Leitfaden der Fürsorgeerziehung. Berlin 1924.Google Scholar
  2. 2.
    Gruhle: Die Ursachen der jugendlichen Verwahrlosung und Kriminalität. Berlin 1912.Google Scholar
  3. 1.
    Es kann also nach den vorliegenden Untersuchungen ein Urteil über das endgültige soziale Verhalten von Fürsorgezöglingen — hält man sich an das Delikt als Symptom — mit Sicherheit erst nach der sehr geraumen Zeit von etwa 10 Jahren Bewährungsfrist abgegeben werden: 10 der 65 Fälle werden wieder kriminell später als fünf Jahre nach Anstaltsentlassung.Google Scholar
  4. 1.
    Vgl. zum Problem der späten Reifung Homburger: Psychopathologie des Kindesalters, S. 321 — Über die Entmündigung bei krankhafter Haltlosigkeit und verwandten Formen der Psychopathie. Z. Neur. 4 (1912).Google Scholar
  5. 1.
    Es darf aber nicht übersehen werden, daß die Seßhaftigkeit bei einer Reihe von Fällen der II. und III. Gruppe bereits einen labileren Charakter hat als in der I. Gruppe.Google Scholar
  6. 2.
    Hierunter werden auch Berg (6) und Weiden (13) gerechnet, die sich in dem späteren Wohnort des Vaters ansässig machten.Google Scholar
  7. 2.
    Zu ähnlichen Ergebnissen über die Beziehung zwischen Anlage und sozialem Schicksal ist Luise von der Heyden bei ihrer Untersuchung über den späteren Lebensgang Prostituierter gekommen (a. a. O.). Sie stellte fest, daß die günstigsten Schicksale die Mädchen hatten, die weder durch Intelligenzdefekte noch durch abnorme Charakterzüge auffielen, ferner die leicht beschränkten, bei denen der Schwachsinn nicht erheblich und nicht durch schwierige Charakterveranlagungen kompliziert war. Schwachsinn in Kombination mit psychopathischen Zügen schien nach ihrer Erfahrung die ungünstigste soziale Prognose zu rechtfertigen. Aber auch bei abnormen Charakterzügen allein, ohne Verbindung mit Schwachsinn, fand sie die Rückkehr in ein geordnetes Leben erschwert, mehr etwa als bei Intelligenzdefekten ohne psychopathische Züge.Google Scholar
  8. 1.
    Vgl. hierzu Gregor: Zur Pädagogik des Erziehungsheims Schloß Flehingen 1927. Z. Kinderforschg 34, H. 2 (1928).Google Scholar
  9. Homburger: Die heilpädagogische Beratungsstelle in Heidelberg. Z. Kinderforschg. 29, H. 4 (1924).Google Scholar
  10. Ruth von der Leyen: Grundsätze der Psychopathenfürsorge. Jahrbuch der Erziehungswissenschaft und Jugendkunde. Herausg. von Prof. Dr. E. Stern. 1929.Google Scholar
  11. Ruth von der Leyen: Psychopathenerziehung. Handbuch der Pädagogik. Herausg. von Hermann Nohl und Ludwig Pallat. 5, Langensalza 1928.Google Scholar
  12. Ruth von der Leyen: Psychopathenerziehung. Heilpädagogische Anstalten. Herausg. von Hermann Nohl und Ludwig Pallat. 5, Langensalza 1928Google Scholar
  13. 2.
    Gruhle, Psychopathie und Verwahrlosung. Ber. d. 1. Kongr. f. Heilpädagogik. Berlin 1922.Google Scholar
  14. 3.
    Gregor, Zur Pädagogik psychisch abnormer Fürsorgezöglinge. Jahrb. d. Erziehungswissenschaft u. Jugendkunde, herausg. von Prof. Dr. E. Stern. Berlin 1927.Google Scholar
  15. 4.
    Homburger, Psychopathologie des Kindesalters. A. a. O.Google Scholar
  16. 5.
    Lange, Verbrechen als Schicksal. Studien an kriminellen Zwillingen. Leipzig 1929.Google Scholar
  17. 1.
    Auch Lange sieht den Kriminellen in dem Bereiche psychopathischer Anomalien stehen, faßt ihn aber dort als eine Abart auf und erachtet als wesentlich an ihm neben der besonderen psychopathischen Artung eine Minderung der durchschnittlichen Sicherheit der Triebhemmung, die ihrerseits eine soziale Orientierung durchkreuzt.Google Scholar

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© Julius Springer in Berlin 1929

Authors and Affiliations

  • Adelheid Fuchs-Kamp

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