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Zur Kenntnis des Citrals

Aus dem Chemischen Institut der Universität Kiel. Berichte der Deutschen chemischen Gesellschaft 40, 2823 (1907)
  • C. Harries
  • Alfred Himmelmann
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Zusammenfassung

Gemeinschaftlich mit Langheld1) hat der eine von uns das technische Citral auf sein Verhalten gegen Ozon untersucht. Leitet man in den öligen Aldehyd ohne Lösungsmittel Ozon ein, so entsteht ein Sirup, der nach den Resultaten der Analyse durch Anlagerung von 4 Atomen Sauerstoff an 1 Mol. Citral entstanden zu sein scheint. Die Molekulargewichtsbestimmungen ergaben Werte, die eher auf das doppelte als auf das einfache Molekül hindeuteten. Bei der Zersetzung mit Wasser bildete sich neben Acetonsuperoxyd ein zersetzlicher Aldehyd, dessen genauere Charakterisierung nicht gelang. Bei der Wiederaufnahme dieser Untersuchungen wurde zunächst darauf Gewicht gelegt, das technische Citral nach der Vorschrift von Tie mann2) in Citral a und Citral b zu trennen und dann ozonisierten wir diesmal beide Modifikationen in Lösungsmitteln. Hierbei zeigte es sich, daß die Art des Lösungsmittels nicht ohne Einfluß auf die Zusammensetzung der resultierenden Ozonide ist. Bei Anwendung von Petroläther scheidet sich schon beim Einleiten des Ozons ein wasserklarer Sirup ab, der die Zusammensetzung des Langheldschen Ozonids C10H16O5 besitzt; dagegen wird bei Benutzung von Tetrachlorkohlenstoff oder Eisessig als Lösungsmittel ein glasiges Produkt von der empirischen Formel C10H16O7 gewonnen.

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Notes

Literatur

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1916

Authors and Affiliations

  • C. Harries
  • Alfred Himmelmann

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