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Über die Einwirkung des Ozons auf organische Verbindungen

Mitteilung aus dem chemischen Institut der Universität Kiel Annalen der Chemie und Pharmazie 390, 237 (1912)
  • C. Harries
Chapter

Zusammenfassung

In den vorliegenden Untersuchungen werden einige Fragen, die in der zweiten Abhandlung noch nicht genügend geklärt erschienen, ihrer Lösung zugeführt. In erster Linie war zu erforschen, wie sich das Auftreten von Ozoniden erklären läßt, welche mehr Sauerstoff enthalten als dem Sättigungsgrad entspricht. Das Resultat dieser Untersuchungen ist bereits unlängst in einer kurzen Zusammenfassung in den Berichten der deutschen chemischen Gesellschaft mitgeteilt worden2). Danach besteht offenbar das gewöhnliche, durch dunkle elektrische Entladung in einem 10-Röhrenapparat erzeugte Ozon aus einem Gemenge von verschiedenen Modifikationen des Sauerstoffs, welche sich mit verschiedener Geschwindigkeit je nach der Natur der damit behandelten Substanz an die ungesättigte Bindung anlagern dürften. Aus der Zusammensetzung der entstehenden Produkte kann man den Schluß ziehen, daß neben dem Ozon O3 noch das Oxozon O4 darin enthalten ist. Das letztere wird durch Behandlung des rohen Ozons mit Natronlauge und konzentrierter Schwefelsäure in erster Linie zerstört, wodurch es gelingt, beim Einleiten dieses gewaschenen Gases in die Lösung des zu ozonisierenden Körpers recht reine normale, durch Anlagerung von O3 entstandene Ozonide zu gewinnen.

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Notes

Literatur

  1. 1).
    Annalen d. Chemie u. Pharmazie 374, 288 [1910].Google Scholar
  2. 2).
    Berichte d. Deutsch. chem. Geseüschaft 45, 936 [1912].Google Scholar
  3. 3).
    Annalen d. Chemie u. Pharmazie a. a. O. und Berichte d. Deutsch. chem. Gesellschaft 41, 3098 [1908].Google Scholar
  4. 1).
    Aus dem Auftreten der beiden Ozonverbindungen könnte man schließen, daß Ozon O3 und Oxozon O4 bei niederen Temperaturen zum Teil als (O3)2 und (O4)2 vorhanden sind und sich als solche anlagern, bei höherer Temperatur aber zu 2 O3 und 2 O4 dissoziieren, ähnlich wie (NO2)2 in 2 NO2 übergeht. Hierüber sollen noch Versuche angestellt werden.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1916

Authors and Affiliations

  • C. Harries

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