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Margarine und Kunstspeisefett

  • A. Heiduschka
Chapter
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Part of the Die Volksernährung book series (VE, volume 3)

Zusammenfassung

Der wachsende Bedarf an Butter und die damit in Verbindung stehende Preissteigerung veranlaßte in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts die französische Regierung dem Chemiker Mège Mouriés den Auftrag zu erteilen, einen künstlichen Butterersatz herzustellen. MègeMouriés begann seine Versuche damit, einige Kühe mit den verschiedensten Futtersorten zu ernähren und dabei den Fettgehalt und die Menge der von den einzelnen Tieren gewonnenen Milch festzustellen. Sodann reduzierte er das Futter mehr und mehr und ließ schließlich einige Tiere bis zur völligen Abmagerung aushungern, wobei diese Kühe aber immer noch fetthaltige Milch lieferten. Aus diesen Versuchen ergab sich nun für MègeMouriés, daß der Fettgehalt der Milch dem Körperfett der Tiere und nicht direkt dem Futter entstammte. Dem resorbierten und in den Kreislauf des Organismus gezogenen Körperfette wurde durch die Lebenstätigkeit das Stearin entzogen, während der übrige weichere Teil des Fettes, der als Oleomargarin bezeichnete Anteil im Euter zur Verarbeitung gelangte, wo er in das Milchfett, also in das Butterfett übergeführt wurde. Auf Grund dieser Beobachtungen ahmte nun Mège Mouriés diesen natürlichen Vorgang nach, indem er erst Kuh-, dann Ochsenfett verwendete, im frischen Zustande mittels Dampf bei gelinder Wärme schmolz, dann mit einer Salzlösung klärte und es hierauf nach 2 Stunden der Ruhe in besonderen Bottichen bei 20–25° erstarren ließ, um endlich durch Pressen das Oleomargarin abzuscheiden und dieses mit Milch zu verbuttern.

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Notes

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  1. 1).
    Gesetz betr. den Verkehr mit Butter, Käse, Schmalz und deren Ersatzmittel.Google Scholar

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1923

Authors and Affiliations

  • A. Heiduschka
    • 1
  1. 1.Laboratoriums für Lebensmittel- und Gärungs-Chemie der Techn. Hochschule DresdenDeutschland

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