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Der epileptische Schwachsinn

  • Theodor Heller
Chapter
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Part of the Enzyklopaedie der Klinischen Medizin book series (EKM)

Zusammenfassung

Eine häufige Begleiterscheinung des infantilen Schwachsinns ist die Epilepsie. Es gibt Fälle, in denen die Epilepsie lediglich als Komplikation anzusehen ist. Die psychischen Verhältnisse erfahren hier kaum eine wesentliche Änderung, der Intelligenzdefekt bleibt stationär. In anderen Fällen bedingt hingegen die Epilepsie einen fortschreitenden geistigen Verfall, so daß ein Zustand, der etwa anfänglich seinem Wesen nach als Debilität zu bezeichnen gewesen wäre, schließlich in völlige Verblödung übergeht. Das gleiche Verhalten zeigt sich nicht selten bei Individuen, die zunächst normal schienen, im Laufe der Zeit aber eine fortschreitende Einbuße in intellektueller Beziehung erleiden. Dieser Verfall macht oft auf einer gewissen Stufe geistiger Minderwertigkeit halt. Es ergeben sich dann bei früher normal gewesenen Kindern Formen von Demenz, welche der Debilität oder der Imbezillität zur Seite zu stehen sind. Manchmal aber schreitet die epileptische Degeneration unaufhaltsam vorwärts, es gehen alle psychischen Erwerbungen höherer Art verloren und am Schlusse einer solchen regressiven Entwicklung wird ein geistiger Tiefstand erreicht, welchem auf dem Gebiete des angeborenen Schwachsinns die Idiotie entspricht.

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Notes

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1914

Authors and Affiliations

  • Theodor Heller
    • 1
  1. 1.Heilpaedagogischen Anstalt Wien-GrinzingDeutschland

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