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Allgemeine Histogenese der Tuberkulose

Die Tuberkulose als Entzündung
  • P. Huebschmann
Chapter
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Part of the Die Tuberkulose und ihre Grenzgebiete in Einzeldarstellungen book series (TBC, volume 5)

Zusammenfassung

Die Anschauungen über die Histogenese der Tuberkulose haben von jeher gekrankt und kranken zum Teil noch heute erstens an der Vorstellung, daß der Epitheloidzelltuberkel sozusagen das primäre Produkt der Tuberkuloseinfektion sei. Von Virchow als Gewebswucherung erkannt, beschrieb er ihn im Rahmen der krankhaften Geschwülste als „wirkliches Neoplasma“. Die Vorstellung des sog. formativen Reizes steckte natürlich dahinter. Und von der Mehrzahl der heutigen Forscher kann man wohl mit einigem Recht sagen, daß sie in ganz ähnlichen Vorstellungen wandeln. Mit diesen Vorstellungen hängt zweitens die folgende ebenfalls in der historischen Entwicklung begründete Tatsache zusammen. Seit langer Zeit waren und sind noch heute die Anschauungen zum Teil beeinflußt durch eine uneinheitliche Auffassung des tuberkulösen Prozesses. Bei allen älteren Forschern finden wir diese Auffassung in irgendeiner Weise vertreten. Vor und mit Virchow beschäftigten sich viele andere gewichtige Forscher mit der pathologischen Anatomie der Tuberkulose, in Frankreich Laennec, Baillie, Bayle, Cruveilhier, Lebert u. a., in Deutschland Rokitansky, Buhl, Rindfleisch, Reinhardt, womit aber auf beiden Seiten die Reihe durchaus noch nicht geschlossen ist. Das Studium dieser Epoche ist ungemein reizvoll. Es kann aber nicht im Rahmen unserer Abhandlung liegen, auf diese Dinge näher einzugehen. Wir können nur eins feststellen. In beiden Lagern war das Resultat eine dualistische Auffassung des jetzt als ätiologisch und demgemäß selbstverständlich auch anatomisch einheitlich erkannten Prozesses.

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Notes

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1928

Authors and Affiliations

  • P. Huebschmann
    • 1
  1. 1.Pathologischen Instituts der Medizinischen Akademie in DüsseldorfDeutschland

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