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Über die Staubgefahr im allgemeinen

  • Franz Ickert
Chapter
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Part of the Die Tuberkulose und Ihre Grenzgebiete in Einzeldarstellungen book series (TBC, volume 4)

Zusammenfassung

Kölsch äußert sich über die Staubgefahr: „Jeder, der in ein Staubgewerbe geht, weiß, was er zu erwarten hat“, nämlich eine Staublunge; ähnlich Ridell. Ich muß die Allgemeingültigkeit einer solchen Ansicht entschieden bestreiten. Auch Watkins-Pitchford sagt bereits in seinem „Report“ von 1918: „Silicosis is not the inevitable result of long underground work“. Nach seinen Feststellungen waren seit 1916 stets 96% der weißen Bergarbeiter der gefährlichen Goldminen völlig silikosefrei. Wolf macht darauf aufmerksam, daß die Tuberkulosesterblichkeit der ungelernten Gelegenheitsarbeiter in Deutschland immer viel höher gewesen ist als diejenige der Staubberufe; jene setzten sich in erster Linie aus körperlich minderwertigen Elementen zusammen, und die körperliche Minderwertigkeit bedinge an und für sich eine hohe Tuberkulosesterblichkeit. In seinen Arbeiten, besonders in derjenigen über Zement und Kalkstaub, wendet er sich gegen die Überschätzung der Staubgefahr.

Notes

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1928

Authors and Affiliations

  • Franz Ickert
    • 1
    • 2
  1. 1.GumbinnenRussia
  2. 2.Tuberkulose-FürsorgestelleMansfeldDeutschland

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