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Über Antiluetica und antiluetische Therapie

  • Josef Igersheimer
Chapter
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Zusammenfassung

In diesem Abschnitt sollen mehr im allgemeinen die antiluetische Therapie und die Hilfsmittel, deren wir uns dabei bedienen, geschildert werden, während die Behandlung der syphilitischen Augenerkrankungen den einzelnen Kapiteln vorbehalten bleibt. Nur soweit das Auge zu der allgemeinen Wertung bestimmter Antiluetica beiträgt, so vor allem zu der Frage ihrer Toxizität, wird es an dieser Stelle in den Bereich der Erörterungen einbezogen. Uni allgemein bekannte Dinge oder gefestigte Tatsachen nicht unnötig breit zu behandeln, wird von der Quecksilber-und Jodbehandlung nur kurz, von dem Salvarsan, das ja immer noch im Mittelpunkt der Diskussion steht, dagegen ausführlicher die Rede sein. Damit soll aber nicht gesagt sein, daß das Salvarsan eine der Breite der Schilderung entsprechende höhere praktische Geltung hat als vor allem das Quecksilber. Es soll sogar gleich von vornherein betont werden, daß bei den meisten Augenerkrankungen das Salvarsan auf Grund der Erfahrung, die ich in fünfjähriger Praxis gewonnen habe, nicht mehr leistet als die Quecksilbertherapie. Das liegt jedoch zum Teil weniger an dem Mittel als an der Art der Erkrankung selbst, da es sich bei uns ja so häufig um die schwer zugänglichen „metaluetischen“ Affektionen handelt. Trotzdem bildet das Salvarsan auch für den Ophthalmologen ein kaum mehr zu entbehrendes Heilmittel, da es nach sachverständiger Ansicht gegen die Syphilis im ganzen als bestes Kampfmittel anzusehen ist, und da wir immer darauf bedacht sein müssen, nicht nur das Augenleiden, sondern die Gesamterkrankung zu behandeln.

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Notes

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1918

Authors and Affiliations

  • Josef Igersheimer
    • 1
  1. 1.Königlichen Universitäts-Augenklinik zu GöttingenDeutschland

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