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Bakterien, die den Stickstoffkreislauf in der Natur im Gange halten

  • Alfred Koch
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Zusammenfassung

Die Entwicklung der Pflanzen hängt in erster Linie von ihrer ausreichenden Ernährung mit Stickstoff ab. Die günstigste Form, in der Stickstoff den Pflanzen geboten werden kann, ist die Salpetersäure. Diese Salpetersäure findet sich stets in pflanzentragenden Böden, wo sie durch die Tätigkeit bestimmter Bakterien entsteht, die Ammoniak zu Salpetersäure oxydieren. Das Ammoniak entsteht bei der Zersetzung der Eiweißkörper oder aus Amiden, wie z. B. Harnstoff. Auf diese ammoniakbildenden Vorgänge, bei denen Bakterien und Enzyme ebenfalls beteiligt sind, wird später einzugehen sein, hier sollen zunächst die Salpetersäurebakterien besprochen werden. Die Oxydation des Ammoniaks durch Bakterien verläuft in 2 Stufen, zuerst oxydieren die Nitritbildner das Ammoniak zu salpetriger Säure, dann die Nitratbildner die salpetrige Säure zu Salpetersäure. Die Kultivierung beider Bakteriengruppen kann in den sonst üblichen organischen Nährlösungen nicht ausgeführt werden, weil diese Bakterien empfindlich sind gegen gelöste organische Substanz. Dementsprechend ist auch die Reinkultur dieser Bakterien schwierig, und wir wollen uns hier damit begnügen, die bei der Salpetersäurebildung beteiligten Bakterien nur in Rohkulturen zu zeigen, die durch mehrmalige Umimpfung möglichst gereinigt sind, aber keine absoluten Reinkulturen darstellen.

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© Julius Springer in Berlin 1922

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  • Alfred Koch

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