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Therapie der chronischen Nephritis

  • Baron Alexander v. Korányi
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Zusammenfassung

Vor etwa 30 Jahren beschränkte sich die Therapie der Nierenkrankheiten, soweit sie die Erfüllung der Forderungen der vindicatio morbi“zum Ziele hatte, auf das Bestreben, die Nieren zu,,schonen“und sie zu „entlasten“. Die Erfahrung hatte gelehrt, daß die Albuminurie oft zu-, die Harnmenge dagegen abnimmt, wenn Nierenkranke das Bett verlassen. Daraus ergab sich die Forderung, Nierenkranken im Zustande der Dekompensation und der Wasserretention Buhe und horizontale Lage vorzuschreiben. Während diese Verfügung zu den gut begründeten gehört, wurden die übrigen fast allgemein befolgten Vorschriften zur Schonung und Entlastung der Nieren aus Überlegungen abgeleitet, welche vielmehr aus a priori gemachten Annahmen, als aus sicher festgestellten Tatsachen hervorgegangen sind. Zur Schonung der Nieren mußten,,scharfe“und „reizende“Stoffe in der Nahrung vermieden werden. Als solche galten rotes Fleisch wegen seines hohen Gehaltes an Extraktivstoffen, gepökelte und geräucherte Speisen, scharfer Käse, Gewürze, Rettiche, Spargel, Zwiebeln usw. Ob aber diese Stoffe auch wirklich ungünstig auf die Nieren wirken oder nicht, wurde gar nicht ernstlich geprüft. Kochsalz glaubte man frei geben zu können, da man der Meinung war, daß dessen Ausscheidung die Nieren nicht belaste. Da rohe Eier in großen Mengen Albuminurie erzeugen können, wurden Eier vielfach als besonders schädlich angesehen.

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Notes

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1929

Authors and Affiliations

  • Baron Alexander v. Korányi
    • 1
  1. 1.III. Medizin. Klink der K. ung. Pázmán PeterUniversität der Wissenschaften in BudapestUngarn

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