Advertisement

Therapie des Hochdruckes

  • Baron Alexander v. Korányi
Chapter
  • 9 Downloads

Zusammenfassung

Auf die vielfach erörterte Frage, ob die Hypertonie bei Nierenkrankheiten nützlich oder schädlich sei, kann nicht einfach mit ja oder nein geantwortet werden. Die Hypertonie ist das Resultat der Verengerung zahlreicher kleiner Arterien und der dem erhöhten Widerstände angepaßten erhöhten Herzleistung. Durch diese wird die normale Durchblutung der in ihrer Sauerstoffversorgung gefährdeten Gewebe ermöglicht. Aus dem Zusammenhang zwischen erhöhtem Widerstand, Herzhypertrophie und Hochdruck folgt, daß eine Herabsetzung des Hochdruckes auf dem Wege einer Herabsetzung der Herzleistung entschieden schädlich wäre. Wenn die Abnahme des Hochdruckes von der Seite des Herzens aus erfolgt, so müssen, wie Volhard und Mackenzie auseinandergesetzt haben, die von dem Hochdruck auseinandergehaltenen Wände der zu Verengerung disponierten Gefäße kollabieren und müssen sich diejenigen Folgen der Ischämie einstellen, denen Volhard die Hauptschuld an den wichtigsten Veränderungen bei den Nierenkrankheiten und auch an den geweblichen Prozessen in den Nieren selbst zuschreibt. Auf diese Weise entsteht nach seiner allerdings nicht unwidersprochenen Ansicht die Kombinationsform der Nephrosklerose mit ihren entzündlichen und degenerativen Veränderungen, welche die anatomische Grundlage zur renalen Dekompensation der Nephrosklerose abgeben.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Notes

Literatur

  1. 1.
    Zusatz bei der Korrektur. Auf Veranlassung von Weitz untersuchte Saile den systolischen Druck von 115 fleischessenden und von 110 fleischlos lebenden Mönchen, die sich außer des Genusses von Fleisch auch desjenigen von Fisch, Butter und Eiern enthalten. Sie gehörten zu den verschiedensten Altersklassen, vom 3. bis zum 9. Dezennium. Es ergab sich die merkwürdige Tatsache, daß der mittlere systolische Druck der Vegetarier in jeder Altersklasse niedriger war, als der der fleischessenden Mönche. In den höheren Altersstufen erreichte die Differenz 30–40 mm Hg. Obgleich die Zahl der Fälle, besonders auf mehrere Altersklassen verteilt, eine ziemlich geringe ist, scheinen die Konstanz des Vorzeichens der Unterschiede, sowie deren mit dem Alter konsequent fortgesetzte Zunahme, für einen engen Zusammenhang zwischen der Ernährungsweise und dem Verhalten des systolischen Druckes zu sprechen. Eine Fortsetzung der SAiLEschen Untersuchungen an einem großen Material würde zu den praktisch wichtigsten Aufgaben der Hypertonieforschung gehören. (S. Verhandlungen der deutschen Gesellschaft der inneren Medizin, 1929.)Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1929

Authors and Affiliations

  • Baron Alexander v. Korányi
    • 1
  1. 1.III. Medizin. Klink der K. ung. Pázmán PeterUniversität der Wissenschaften in BudapestUngarn

Personalised recommendations