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Pest

  • Georg Kühnemann
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Zusammenfassung

Morphologie, Biologie, kulturelle Eigenschaften des Pestbazillus. Kurzes abgerundetes Stäbchen von sehr variabler Größe, durchschnittlich 1,5–1,75µ lang und 0,5–0,7 µ breit, unbeweglich und geißellos. Ist im ganzen etwas größer als der ihm nahe stehende Bazillus der Hühner -cholera. Beide gehören zu der Gruppe der Bazillen der hämorrhagischen Septikämie, die sich durch ihre Eigenschaft, Blutungen zu erzeugen, und durch morphologische Eigentümlichkeiten auszeichnen. So zeigt auch der Pestbazillus, besonders aus Organpräparaten, die charakteristische Polfärbung (siehe unten) und neben den normalen, oft als Diplobazillen angeordneten Stäbchen die typischen Invo- lutions- und Degenerationsformen: Keulen-, Kugel-, Spindel-,Ring- oder bläschenartige Form ohne Polfärbung. Auch aus den Kulturen läßt sich die Polfärbung, wenn auch schwieriger, zur Darstellung bringen, und die Involutionsformen erscheinen in ihnen als schwer färbbare, außerordentlich große, unregelmäßig bläschenförmige Gebilde. Auf künstlichen Nährböden bildet der Pestbazillus lange Ketten, die wegen der kurzen abgerundeten Form der Bazillen an Streptokokken erinnern. — Bisweilen gelingt nach der Löf fierschen Methode der Geißelfärbung (siehe Seite 29) die Darstellung einer Kapsel, besonders aus dem Peritonealexsudat von Meerschweinchen. – Keine Sporenbildung.

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© Julius Springer in Berlin 1912

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  • Georg Kühnemann

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