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Über das Reizproblem in der Röntgentherapie

  • Gottwald Schwarz
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Zusammenfassung

Die ältere Radiotherapie kennt ein Reizproblem nicht. Haarausfall, Rückbildung von Hautkrebsen, von Lupus-, Psoriasisherden, Drüsen, Sarkomen, Verkleinerung der Milz, Rückgang der Leukozytenmengen bei Leukämiekranken, waren ja so offenkundig Hemmungs- und ZerstörungsVorgänge, daß der Gedanke an eine röntgenbewirkte Förderung biologischen Geschehens keinen Raum gewinnen konnte. Erst in den Jahren 1910–1911 taucht das Reizproblem auf, und zwar in drohender Gestalt. Gynäkologen (Chéron, Duvel, Krönig, Seitz und Wintz) sind es besonders, welche behaupten, daß nach Strahlendosen, die unterhalb von 110% der Hautmaximaldosis (Haut — Einheits — Dosis HED, Seitz — Wintz) bleiben, Uteruskarzinome beschleunigt wachsen und metastasieren. Als Stütze solcher aus klinischen Eindrücken entstandener Thesen werden dann Versuche an pflanzlichen und tierischen Objekten herangezogen, die Wachstumsbeschleunigung nach schwacher Röntgenbestrahlung zeigen sollen; Versuche, auf deren Kritik wir eingehen werden müssen.

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Notes

Copyright information

© J. F. Bergmann in München 1931

Authors and Affiliations

  • Gottwald Schwarz
    • 1
  1. 1.WienÖsterreich

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