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Die Strahlenbehandlung in der Gynäkologie einschließlich der bösartigen Neubildungen

  • Ludwig Seitz
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Zusammenfassung

Die Röntgenbestrahlung gynäkologischer Leiden zeigt, wenn wir zunächst von den bösartigen Geschwülsten absehen, eine besondere Note. Diese ist dadurch bedingt, daß ein Teil der gutartigen Erkrankungen der weiblichen Genitalien mit einer veränderten Tätigkeit der Ovarien zusammenhängt. Der Eierstock ist das dominierende Organ des ganzen weiblichen Geschlechtssystems, von seiner Funktion hängt der mensuelle Zyklus ab, die von ihm gebildeten Inkrete regen Wachstums- und Sekretionsvorgänge usw. an den übrigen Teilen der Genitalien an. Ist die ovarielle Funktion gestört, so stellen sich Veränderungen im monatlichen Zyklus, in der Art und Stärke der Blutung und eine Reihe anderer Beschwerden und Unregelmäßigkeiten ein. Fast alle diese Zustände können wir beeinflussen, wenn wir Röntgenstrahlen auf das ovarielle Gewebe einwirken lassen. Diese Einwirkung ist trotz der verborgenen Lage der Eierstöcke im Körperinnern relativ leicht möglich; denn die Empfindlichkeit der Eierstockszellen gegen Röntgenlicht ist außerordentlich groß. Nicht alle Bestandteile des Ovars sind gleich strahlenempfindlich. Die größte Röntgenempfindlichkeit haben wegen ihres Reichtums an rasch sich vermehrenden Zellen die reifen und die der Reife nahen Follikel. Geringer ist die Strahlenempfindlichkeit der wachsenden Follikel. Am geringsten ist sie bei den Primärfollikeln ausgeprägt.

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Notes

Copyright information

© J. F. Bergmann in München 1931

Authors and Affiliations

  • Ludwig Seitz
    • 1
  1. 1.Frankfurt a. M.Deutschland

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