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Motilitätsausfälle. Pyramidenzeichen

  • R. Hirschfeld
  • M. Lewandowskys
Chapter
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Part of the Fachbücher für Ärzte book series (FACHAERZT OBA, volume 1)

Zusammenfassung

Nachdem wir im vorigen Kapitel die aller wichtigsten Symptome der Nervenkrankheiten gewürdigt haben, müssen wir nun ein wenig in eine systematische Symptomatologie eintreten. Es ist das durchaus nötig, um später Wiederholungen vermeiden zu können. Diejenigen Symptome, die eine nur spezielle Bedeutung für einzelne Krankheiten haben, werden jedoch später behandelt werden. Bei der Schilderung der einzelnen Symptome werden wir uns überall mit ihrer Lokalisation zu befassen haben, denn in der Neurologie sehließt fast jede Diagnose einer Krankheit zugleich eine Lokaldiagnose ein, in viel höherem Grade als das bei irgend einem anderen Organ der Fall ist. Niemals ist das ganze Nervensystem befallen, wie etwa bei vielen Leberkrankheiten das ganze Leberparenchym befallen ist, sondern immer nur sind Teile des Nervensystems erkrankt, und sehr häufig — wenn auch keineswegs immer — ist es so daß wir vorzugsweise aus der diagnostizierbaren Lokalisation der Erkrankung einen ziemlich sicheren Schluß auf die Art der Erkrankung ziehen, weil wir wissen, daß ein bestimmter ätiologischer Faktor oder eine Erkrankung einer gewissen histologischen Eigenart fast immer das Nervensystem in dieser oder jener charakteristischen Lokalisation und Verteilung befällt.

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Notes

Notes

  1. 1).
    Wie aus der Anatomie bekannt (vgl. auch Abb. 12), teilt sich die Pyramidenbahn an der Grenze von verlängertem Mark und Rückenmark in einen kreuzenden Anteil, die Pyramidenseitenstrangbahn, und einen ungekreuzten, die Pyramidenvorderstrangbahn. Die Punktion dieser letzteren, der ungekreuzten Pyramidenvorderstrangbahn, muß eine sehr unbedeutende sein, denn alles, was wir über die Zeichen der Pyramidenläsion wissen, bezieht sich auf den Pyramidenseitenstrang. In diesem Sinne also ist die Pyramidenerkrankung klinisch immer der Ausdruck einer Seitenstrangerkrankung.Google Scholar
  2. 1).
    Dort wo Wechselstrom besteht, braucht man noch einen Transformer.Google Scholar
  3. 1).
    Über die entsprechenden Empfindungsstörungen vgl. später.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1923

Authors and Affiliations

  • R. Hirschfeld
    • 1
  • M. Lewandowskys
  1. 1.BerlinDeutschland

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