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Sinusthrombose

  • R. Hirschfeld
  • M. Lewandowskys
Chapter
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Part of the Fachbücher für Ärzte book series (FACHAERZT OBA, volume 1)

Zusammenfassung

Der Enzephalitis steht die Sinusthrombose sehr nahe, und zwar kann man die eitrige Sinusthrombose mit der eitrigen Enzephalitis, dem Hirnabszeß, analogisieren, die einfache nicht eitrige Sinusthrombose mit der nicht eitrigen Enzephalitis. Die einfache Sinusthrombose wurde früher schlechthin als „marantische“ Sinusthrombose bezeichnet, aber für die Mehrzahl der Fälle ist die Bezeichnung darum falsch, weil sie schließlich doch bakteriellen Ursprungs ist und die Verlangsamung des Blutkreislaufs nur als unterstützender Faktor in Betracht kommt. Es bleiben nur wenige Fälle übrig, wo eine rein mechanische Ursache der Sinusthrombose in einem Erlahmen der Herzkraft oder einer lokalen Kompression der Sinus angenommen werden muß. In der Mehrzahl der Fälle ist die Sinusthrombose infektiös, oder die Infektion findet wenigstens in dem sehr verlangsamten Kreislauf einen besonders günstigen Boden. Warum die Bakterien das eine Mal zu einer eitrigen Entzündung, das andere Mal nur zu einer Thrombose führen, das ist ebenso unklar, als warum sie das eine Mal zum Hirnabszeß, das andere Mal zur nichteitrigen Enzephalitis Anlaß geben.

Notes

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1923

Authors and Affiliations

  • R. Hirschfeld
    • 1
  • M. Lewandowskys
  1. 1.BerlinDeutschland

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