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Pressrecht pp 29-87 | Cite as

Das Preßstrafrecht

  • H. Mannheim
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Part of the Enzyklopädie der Rechts- und Staatswissenschaft book series (ENZYKLOPÄDIE, volume 22)

Zusammenfassung

Man unterscheidet in der Literatur in der Hauptsache 4 Möglichkeiten der gesetzlichen Regelung der stafrechtlichen Verantwortlichkeit1:
  1. I.

    Das System der Verantwortlichkeit nach allgemeinen strafrechtlichen Grundsätzen (unten § 12).

     
  2. II.

    Das belgische System der Stufenhaftung (unten § 13).

     
  3. III.

    Das System des verantwortlichen Redakteurs (unten § 14).

     
  4. IV.

    Das System der Fahrlässigkeitsstrafe (unten § 16).

     

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Notes

Literature

  1. 1.
    Vgl. z.B. Bernee, S. 268 ff.; v. Liszt, Reichspreßrecht S. 173 ff. u. Österr. Preßrecht, Bd. II, S. 206 ff.; Kitzinger, S. 148.Google Scholar
  2. 2.
    Dieses System gilt im wesentlichen in England, vgl. Marquardsen, S. 73 u. 114 ff.; Oetker, Preuß. Jahrb., S. 430; Honigmann, S. 13; Grüttefien, S. 5.Google Scholar
  3. 3.
    Richtig v. Liszt, Österr. PR. Bd. II, S. 207; Häntzschel, DP. 1925, Nr. 7, S. 3.Google Scholar
  4. 1.
    Über die Aufgaben der Redaktionskonferenz vgl. ZV. 1927, Sp. 933 ff.Google Scholar
  5. 3.
    Vgl. auch § 12 II des unten § 24 Anm. 8 erwähnten Normaldienstvertrages (ZV. 1926 Sp. 134).Google Scholar
  6. 2.
    Kellee, S. 113.Google Scholar
  7. 3.
    Kitzinger, S. 119.Google Scholar
  8. 1.
    Ähnlich Kitzinger, S. 111.Google Scholar
  9. 1.
    Miricka, GS. 73, S. 91 ff.; RGSt. 40, 360.Google Scholar
  10. 2.
    RGSt. 47, 230 (zu § 49a StGB.); Frank III zu § 110.Google Scholar
  11. 2.
    Kern S. 59 spricht geradezu von „unsinnigen Ergebnissen“.Google Scholar
  12. 3.
    Nicht beweisend ist dagegen § 200 II StGB. (a. A. Kern, S. 59), weil diese Vorschrift nicht besagt, daß es sich hier gerade um ein Preßdelikt handle.Google Scholar
  13. 4.
    Vgl. Miricka, GS. 73, S. 13 ff.Google Scholar
  14. 5.
  15. 1.
    GS. 26, S. 249 ff., bes. 291 ff.Google Scholar
  16. 2.
    Zu Unrecht beruft Häntzschel sieh übrigens auf RGSt. 33, 230; 53, 194. Hier verneint das RG. das Vorliegen eines Preßdeliktes aus ganz anderen Gründen.Google Scholar
  17. 1.
    So auch Miricka, S. 28.Google Scholar
  18. 2.
    Vgl. Kitzinger, S. 16; Häntzschel, S. 141.Google Scholar
  19. 4.
    Kitzinger, S. 114 zu 3 a und 117 zu c).Google Scholar
  20. 1.
    Loening, S. 116 ff.; besonders 126 ff.; Schwarze-Appelius, S.148 ff., Kitzinger, S. 123; Häntzschel, S. 143/44; Kern, S. 63/4; Berger, S. 74 ff.Google Scholar
  21. 2.
    Loening, S. 121ff.; RGSt. 16, S. 245 u. 247; 23, 155 (160).Google Scholar
  22. 3.
    Schwarze-Appeltus, S. 150/1; Kern, S. 64/7.Google Scholar
  23. 4.
    So auch RGSt. 61, S. 19 (30). — Nach Art. 388 des griechischen StG.-Entwurfs von 1924 soll nur das vollendete Preßdelikt strafbar sein.Google Scholar
  24. 1.
    Verhandlungen des VI. Deutschen Juristentages 1865, Bd. 1, S. 347 ff.Google Scholar
  25. 1.
    Vgl. auch Kohlbausch in „Reform des Strafrechts“1926, S. 32.Google Scholar
  26. 1.
    Vgl. z. B. Frank, II vor § 51; Freudenthal, Schuld u. Vorwurf 1922. bes S. 17/8, aber auch die Praxis des RG. (vgl. z. B. RGSt. 30, S. 25; 36, S. 340; 57, S. 172; 58, S. 97.Google Scholar
  27. 2.
    Kitzinger, S. 127 ff.: Häntzschel, S. 148 ff., 224 ff.; Kern, S. 50 ff.; Gaze, S. 15 ff.; Berger, S. 101 ff.; Kloeppel, S. 323ff.; Frank, III 3 b zu § 73; Rathenau, GS. 53 S. 376 ff.Google Scholar
  28. 3.
    Begriffsbildung und Rechtsanwendung im Strafrecht 1926, S. 11 und 28, Nr. 4.Google Scholar
  29. 4.
    Löwe-Rosenberg 30c vor § 151 StPO.; RGSt. 21, S. 276.Google Scholar
  30. 5.
    Frank, II zu § 67 StGB. Hiergegen für die preßrechtliche Verjährung Häntzschel, S. 193 ff. zu 5Aa (vgl auch unten § 19).Google Scholar
  31. 1.
    Kitzinger, S. 131; Häntzschel, S. 152; Gaze, S. 13 ff.; Kloeppel, S. 324/5; v. Liszt, Gutachten für den 15. Deutschen Jur.-Tag (Aufs. und Vorträge Bd. I, S. 64 ff.); Schwarze-Appelius, S. 199 ff.; Berger, S. 57 ff.Google Scholar
  32. 2.
    Frank, IV zu § 3 StGB.Google Scholar
  33. 3.
    Der Allgemeine Teil des deutschen Strafreehts S. 92.Google Scholar
  34. 2.
    Löwe-Rosenberg 9 zu §7.Google Scholar
  35. 1.
    Hierbei ist unter dem „auteur“ursprünglich der Verfasser, dann aber der Täter des Preßdelikts (auteur de la publication, du délit) verstanden (Loening 200, Anm. 1, Zimmermann, S. 61).Google Scholar
  36. 2.
    Zimmermann, S. 74 – 80.Google Scholar
  37. 3.
    Doleschall, S. 166 ff.Google Scholar
  38. 1.
    Vgl. Morel, Z. f. Schw. Strafe., Bd. 8, S. 1 ff.; Oetker, Haftung S. 51.Google Scholar
  39. 2.
    Vgl. Schoetensack, Ger.S. S. 92, S. 191 ff.Google Scholar
  40. 3.
    Hafter, Lehrb. S. 435.Google Scholar
  41. 1.
    Vgl. hierüber Gusti, Die Grundbegriffe des Preßreohts 1908, S. 98/9.Google Scholar
  42. 1.
    Klarste Übersicht bei Schreineb, S. 18 ff.Google Scholar
  43. 2.
    Vgl. auch v. Schwarze-Appelius, S. 48.Google Scholar
  44. 3.
    Im österr. PG. scheint sie wieder zum Durchbruch zu kommen; vgl. JAB. (Lohsing, S. 22 zu § 18).Google Scholar
  45. 4.
    Auch in der griechischen Strafreehtsliteratur ist sie anscheinend herrschend (vgl. Konstantin Kustis, Kommentar zu Art. 352 StGB.).Google Scholar
  46. 1.
    Vgl. auch v. Schwarze-Appelius, S. 47; v. Bülcw, GA. 40, S. 245.Google Scholar
  47. 1.
    Das kommt in der von Kitzinger ZStW. 46, S. 114 vorgeschlagenen Definition: „Verantwortlicher Schriftleiter ist, wer den Inhalt der Nummer, des Buches oder Heftes bestimmt“nicht zum Ausdruck.Google Scholar
  48. 2.
    Über die Frage, woher der ver. Red. seine Machtstellung, seine Entscheidungsbefugnis ableitet, wird sogleich zu handeln sein.Google Scholar
  49. 3.
    Ähnlich Häntzschel.Google Scholar
  50. 1.
    Vgl. z. B. Loening, S. 22; Bülow GA. 40, S. 247; v. Schwarze-Appelius, S. 50; Kitzinger, S. 50; Schreiner, S. 30.Google Scholar
  51. 2.
    Zudem wäre der, der die Prüfung tatsächlich vorgenommen hat, in der Regel schon nach allgemeinen Grundsätzen haftbar, so daß man gar nicht die Rechtsfigur des ver. Red. brauchte, um ihn zu bestrafen (so auch RGSt. 36, S. 218).Google Scholar
  52. 3.
    Vgl. Bülow 40, S. 247.Google Scholar
  53. 4.
    Das betont Loening S. 16.Google Scholar
  54. 2.
    GA. 40, S. 241; 43, S. 324; ZStW. 14, S. 643.Google Scholar
  55. 3.
    GA. 40, S. 250.Google Scholar
  56. 4.
    Appelius, ZStW. 27, S. 672 ff. u. in Schwarze-Appelius 4, S. 49; Schreiner, S. 37 ff.; Gaze, GA. 52, S. 42.Google Scholar
  57. 1.
    Vgl. etwa § 151 GewO., § 17 UnlWG.Google Scholar
  58. 3.
    Die kommunistische Partei soll vor mehreren Jahren ihre Bezirksleitungen angewiesen haben, dafür zu sorgen, daß überall die Abgeordneten der Partei als ver. Red. benannt würden (ZV. 1921, Sp. 1275).Google Scholar
  59. 4.
    So auch Kloeppel, S. 384.Google Scholar
  60. 1.
    Auch die Entscheidung Bd. 25, S. 180 wird gewöhnlich hierher gerechnet, so von RGSt. 27, S. 254 und Scheeiner, S. 18; sie ist aber keineswegs klar.Google Scholar
  61. 2.
    Vgl. auch Art. 9 des jugoslawischen PG.Google Scholar
  62. 1.
    Nicht erforderlich ist im Gegensatze zu Art. 10 des frz. PG. von 1881 die Ablieferung eigenhändig vom ver. Red. gezeichneter Exemplare an die Polizei.Google Scholar
  63. 2.
    In der Praxis kann man die Beobachtung machen, daß die Zahl der Benannten durchaus nicht immer von der Größe des Blattes abhängt. Vielmehr besitzen mittlere Provinzzeitungen oft erheblich mehr ver. Red. als die umfangreichsten Weltblätter. — RGSt. 23, S. 11 verwechselt offensichtlich den ver. Red. mit dem gewöhnlichen Redakteur.Google Scholar
  64. 1.
    In Jugoslawien muß der ver. Red. sogar am Erscheinungsorte wohnen (Art. 9).Google Scholar
  65. 1.
    Vgl. auch Häntzschel 5 zu § 8.Google Scholar
  66. 2.
    Vgl. Ofner, S. 9 der österr. Preßenquete. Das lettländisehe PG. Art. 2 enthält ein derartiges Verbot für Minister.Google Scholar
  67. 3.
    Über Umfang und Ursachen dieser Erscheinung vgl. die interessanten Ausführungen von Kantorowicz, S. 99–100, 103.Google Scholar
  68. 4.
    Vgl. etwa M. Mohr, bes. S. 31 ff.; Egloff, S. 55–56; Bücher, S. 402ff.; Trefz in Schriften d. Ver. f. Sozialpol. Bd. 152, II, S. 125; Theodor Heuss, DP. 1925, Nr. 20, S. 30; Häntzschel, DP. 1926, Nr. 21, S. 36; Jaeger, S., 53 ff.; aus der älteren Literatur Löbl, S. 203 ff.Google Scholar
  69. 5.
    Vgl. über die Vorbildung der sozialdemokratischen Redakteure Kantorowicz, S. 104.Google Scholar
  70. 1.
    Nur mit diesemZusatz ist der Einwand überhaupt erheblich. „Nichtgelesenhaben“allein ist gänzlich bedeutungslos; denn man kann von dem Inhalt einer Schrift auch auf andere Weise Kenntnis erlangen als dadurch, daß man sie liest.Google Scholar
  71. 2.
    Rönne, S. 237; Marquardsen, S. 133 ff.Google Scholar
  72. 3.
    Urteil der Ver. Strafsenate des preuß. Obertribunals GA. 12, S. 529; Schwarck, Komm, zum preuß. PG. 1861, Anm. 7 zu § 37. Vgl. auch RGSt. 22, 65 (76); Oetker, Haftung S. 68, Anm. 62.Google Scholar
  73. 1.
    GA. 22, S. 173.Google Scholar
  74. 2.
    Vgl. Jörg, S. 27.Google Scholar
  75. 3.
    GA. 22, S. 197 ff.Google Scholar
  76. 4.
    GA. 22, S. 209 zu Nr. 5.Google Scholar
  77. 5.
    Vgl. RGSt. 22, S. 67; Häntzschel, ZStW. 47, S. 425.Google Scholar
  78. 1.
    So auch Häntzschel, S. 162/3, und über die Notwendigkeit, Gedankenäußerungen zunächst nach ihrem objektiven Sinne auszulegen, Keen, Äußerungsdelikte S. 20 u. 72.Google Scholar
  79. 1.
    Vgl. die eingehende Darstellung bei Grüttefien, S. 11 ff., der selbst freilich zu dem Ergebnis gelangt, es seien weder die Präsumtions- noch die materiellen Theorien haltbar (S. 62, vgl. auch unten IDE).Google Scholar
  80. 2.
    Diese Parallele zieht Kitzinger mit Recht S. 137 unten; vgl. auch RGSt. Bd. 22, S. 80. Hält man sich diese Eigenart unserer strafrechtlichen Gesetzesspiache vor Augen, so wird man die im Text folgende Einschränkung gar nicht als „immerhin etwas fatale“Umdeutung des. Gesetzes empfinden, wie es Häntzschel, ZStW. 47, S. 430 tut.Google Scholar
  81. 1.
    Vgl. neuestens z. B. Bay.ObLG. vom 17. II. 26, in Jur. Rundschau 1927, Sp. 446, Nr. 783; ferner die von mir besprochene Entscheidung des polnischen Appellationsgerichts Thorn vom 10. VI. 25 (Zeitschrift für Ostrecht 1. Jahrg. 1927, S. 431).Google Scholar
  82. 1.
    Vgl. besonders Kitzinger, S. 142 ff.; Häntzschel, S. 164 ff.; Grüttefien, S. 48 ff.; Oetker, Haftung S. 92 ff.; Loening, S. 239–270; RGSt. 22, 65 ff.Google Scholar
  83. 1.
    Gegen Grüttefien auch Schwarze-appeliüs, S. 156.Google Scholar
  84. 2.
    Hierbei ist außerdem zu beachten, daß nach der Tätigkeitstheorie überhaupt nur der, der die einzelne Nummer tatsächlich redigiert hat, als ver. Red. anzusehen ist.Google Scholar
  85. 3.
    Vgl. Marquardsen, S. 173.Google Scholar
  86. 1.
    Vgl. ferner Kitzinger, S. 144; Häntzschel, S. 164; meine Anmerkung JW. 1926, S. 2177 zu Nr. 8. Nicht ganz klar Bay.ObLG. in JR. 1927, Heft 7, Nr. 783.Google Scholar
  87. 3.
    Diese Entsch. ist auch insofern unrichtig, als sie eine bloß fahrlässige Handlung unter § 20 bringt; vgl. Kitzinger, S. 144 zu b.Google Scholar
  88. 1.
    S. 169 zu c); vgl. auch dens., Deutsche Presse 1926, Nr. 21, S. 37.Google Scholar
  89. 2.
    Die von Kitzinger, S. 54 zu III, 5 erwähnte Bestimmung, der ver. Red. habe „nach Anleitung und im Sinne des Verlegers und Chefredakteurs“tätig zu sein und unterstehe ihren Anordnungen, findet sich allerdings in dem neuen Normaldienstvertrag (ZV. 1926, Nr. 3, Sp. 132) nicht mehr.Google Scholar
  90. 3.
    Vgl. die Zitate bei Frank, II vor § 51. Hinsichtlich der anderen Angestellten vgl. oben § 12 II 5b-d.Google Scholar
  91. 2.
    Vgl. Kitzinger S. 145; Häntzschel, S. 166 zu b; RG. in ZV. 1925, Sp. 2098; Oetker, Pr.Jahrb. S. 426.Google Scholar
  92. 3.
    Über Inseratenrecht vgl. Ebner, Bd. 4; Franz Hoeniger, Inseratenrecht, Bln. 1909, S. 11ff.; Schwarze-Appelius, S. 171; Zürcher Schw. Z. f. Str.R., Bd. 38, S. 30ff. In Ungarn haftet für Inserate der Verleger, weü es dort keinen bes. Inseratenred. gibt (Doleschall, S. 171).Google Scholar
  93. 4.
    Vgl. z. B. Goltd. Arch. 56, S. 350 (OLG. Dresden betr. irreführende Anpreisung von Heilmitteln.Google Scholar
  94. 1.
    Vgl. Schwarck, Anm. 7 und 9 zu § 35, Anm. 8 zu § 37. Vgl. auch Oetker, Pr. Jahrb. S. 443.Google Scholar
  95. 1.
    Häntzschel, S. 181 will das „sonst“streichen, um die von Kitzinger, S. 150 gezogene Konsequenz zu vermeiden, daß auch der gewerbsmäßige Verbreiter nur dann hafte, wenn er öffentlich verbreite.Google Scholar
  96. 2.
    Vgl. oben § 6, sowie RGSt. 19, S. 357 ff.; Art. 38 jugosl. PG.: der der Behörde gemeldete Geschäftsführer oder Pächter haftet.Google Scholar
  97. 3.
    So auch Binding, S. 70; Loening, S. 293.Google Scholar
  98. 4.
    Oesterrr. PRecht II, S. 224 ff; Reichspreßrecht S. 177, 198.Google Scholar
  99. 1.
    Vgl. oben § 11 II, 2 α.Google Scholar
  100. 4.
    Vgl. insbes. RGSt. 23, S. 275.Google Scholar
  101. 1.
    Vgl. meine „Beiträge zur Lehre v. d. materiellrechtlieh en Revision, 1925, S. 100 und meine Anm. JW. 1925, S. 769, sowie Wille, JW. 1927, S. 769 zu Nr. 6.Google Scholar
  102. 1.
    Vgl. über die ganze Frage auch die tiefgründigen Erörterungen Kitzingers, S. 151 ff. zu III, la u. b, u. zu §259 StGB. Freudenthal, ZStW. 48 S.295.Google Scholar
  103. 2.
    So auch Conrad, Anm 7 zu § 21.Google Scholar
  104. 3.
    Allgemein über die Erfordernisse des Gewohnheitsrechts vgl. Enneccerus, Lehrbuch des bürgerlichen Rechts Bd. 1 § 36.Google Scholar
  105. 4.
    So auch die Begründung zum AE. StGB. 25, S. 18. Vgl. jetzt auch Heinitz, Das Problem der materiellen Rechtswidrigkeit 1926, S. 98.Google Scholar
  106. 5.
    Vgl. Enneccerus § 36, I, 3 u. § 39, II, Anm. 3.Google Scholar
  107. 6.
    Arbeitsrecht S 329Google Scholar
  108. 7.
    Vgl. Ebner I, S. 100; Grüttefien (Redakteur des „Berliner Tageblatts“) S. 68, 74 seiner 1 Jahr nach RGSt. 26, S. 45 erschienenen Schrift.Google Scholar
  109. 1.
    Vgl. auch Loening, S. 285.Google Scholar
  110. 2.
    Über den diesem Urteil zugrundeliegenden Sachverhalt vgl. DP. 1925, Nr. 28, S. 8.Google Scholar
  111. 3.
    Vgl. RGSt. 19, S. 294; 36, S. 214 u. meine Anm. Zeitschrift f. Ostrecht 1927, S. 433/4.Google Scholar
  112. 4.
    Das Wort Sprungregreß (Kitzinger, S. 165; Schwarze-Appelius, S. 190) wird hierbei wohl besser vermieden, weil es voraussetzt, daß der Regreßnehmende bereits irgendwie haftbar gemacht ist.Google Scholar
  113. 1.
    Loening, S. 301: „Nachweis bedeutet… nur Benennung, Bezeichnung…, aber unter dem Vorbehalte, daß sich diese Angabe… bewahrheitete.“Google Scholar
  114. 2.
    Er darf nur nicht exterritorial sein.Google Scholar
  115. 1.
    Die frühere Mindestgrenze von 1 M. und Höchstgrenze von 1000 M sind jetzt, da es sich um ein Vergehen handelt (Gefängnis bis zu 1 Jahr!) erhöht (§ 27 StGB.; VO. vom 6. II. 24, Art. 1, RGBl. 44).Google Scholar
  116. 1.
    Vgl. meine „Beiträge z. Lehre von der Revision usw.“, S. 161 ff.Google Scholar
  117. 2.
    Vgl. auch J. Goldschmidt, JW. 1925 S. 1465.Google Scholar
  118. 2.
    Vgl. Frank, V, 1 a zu § 257; Kitzinger, S. 89; Häntzschel, S. 98; Bay.ObLG., Bd. 24, S. 32 (ZV, 1925, Sp. 2097).Google Scholar
  119. 3.
    Vgl. auch § 7 Nr. 3 Rep.Schutzges. und die — nicht gerade glückliche — RGSt. Bd. 57, S. 379.Google Scholar
  120. 1.
    Als Vorbild haben Art. 10 des frz. Ges. vom 27. VII. 1849 u. § 48 III des preuß. PG. von 1851 gedient (vgl. RGSt. 22, 274; Kloeppel, S. 197 u. bes. Berner, S. 255/6).Google Scholar
  121. 2.
    Nach RGSt. 26, 79 will § 17 die Unbefangenheit der Gerichtsverhandlung gegenüber einseitigen Darstellungen in der Anklageschrift usw. schützen, aber nicht dem Angeklagten die Benutzung der Öffentlichkeit behufs Erlangung weiterer Beweismittel verwehren.Google Scholar
  122. 3.
    Ein allgemeiner Schweigebefehl kann auf Grund des § 174, II GVG. (Strafdrohung in Art. II des Ges. vom 5. IV. 88) ergehon. Vgl. auch § 184 b StGB. und § 11 des Ges. über den Verrat milit. Geheimnisse vom 3. VI. 1914.Google Scholar
  123. 4.
    Vgl. z. B. RG. JW. 1922, S. 1030 mit Anm. von Kitzinger und die Kritik Ebners, ZV. 1923, Sp. 181.Google Scholar
  124. 2.
    Auffälligerweise legt auch ein mit den praktischen Bedürfnissen so gut vertrauter Jurist wie Löwenstein auf die Bestimmung des § 17 anscheinend übertriebenes Gewicht (vgl. JW. 1925, S. 549, und dazu ZV. 1925, Sp. 671 u. 905).Google Scholar
  125. 3.
    Vgl. z. B. v. Kries, Lehrb. des deutschen Strafprozeßrechts 1892, S. 2 ff.Google Scholar
  126. 4.
    Kitzinger, S. 95. Anders, wenn § 168 Nr. 3 des StGB. Entwurfs Gesetz werden sollte.Google Scholar
  127. 1.
    Vgl. insbesondere Kitzinger, S. 171 u. ZStW. 46, S. 117; RGSt. 61, S. 23/4 (Fechenbach-Urteil).Google Scholar
  128. 2.
    ZStW. 44, S. 142 u. 46, S. 117.Google Scholar
  129. 3.
    Hierüber ausführlich RGSt. 61, S. 19 ff.Google Scholar
  130. 4.
    Das ist besonders im Fall Fechenbach (RGSt. 61, S. 19) praktisch geworden. Daß der Versuch später verjährt als die vollendete Tat, scheint zunächst widersinnig. Die Rechtfertigung liegt aber darin, daß das versuchte Preßdelikt eben nicht so stark in das Licht der Öffentlichkeit tritt wie das vollendete, und daher u. U. schwerer verfolgbar ist.Google Scholar
  131. 1.
    Vgl. die Zitate bei Frank II zu § 67.Google Scholar
  132. 2.
    Häntzschel, S. 194 ff. Wie oben RG. (z.B. JW. 1927, S. 2003 Nr. 15).Google Scholar
  133. 3.
    Löwe-ROSENBERG 5 ZU § 94.Google Scholar
  134. 2.
    Vgl. Berner, S. 301 ff.Google Scholar
  135. 3.
    Kitzinger, S. 176; etwas weitergehend Häntzschel, S. 205.Google Scholar
  136. 4.
    Zweifelhaft ist, ob die Beschlagnahme einer ganzen Auflage zur Sicherung des Beweises unter das RPG. fällt (dafür Häntzschel, S. 205/6).Google Scholar
  137. 2.
    Hiergegen wendet sich der Antrag Richter, DP. 1926, Nr. 27, S. 4/5 unter Nr. 14.Google Scholar
  138. 3.
    An die Stelle des im § 23 RPG. noch genannten § 15 RPG getreten.Google Scholar
  139. 4.
    Diese Einschränkung soll den Bedenken Rechnung tragen, die sich aus der dehnbaren Fassung der §§ 111 u. 130 ergeben, vgl. Berner, S. 307.Google Scholar
  140. 5.
    A. A. RGSt. 36, S. 145; nicht dagegen m. E. das recht unklare Urteil Bd. 27, S. 243 (Jagdvergehen). Wie hier Kitzinger, S. 180; Häntzschel, S. 211/2 und „Recht und Leben“Nr. 12 vom 24. III. 27; Lobe, Lpz.Komm. 8 b zu § 40; Berner, S. 308.Google Scholar
  141. 6.
    Die Streitfrage verliert erheblich an Bedeutung, wenn man von dem oben § 2 F zugrundegelegten Begriff der Verbreitung ausgeht. Die Begründung zu § 53 AE. StGB. 1927 steht übrigens auf dem Standpunkte des Textes.Google Scholar
  142. 7.
    Löwe-Rosenberg 9 zu § 7; Kitzinger, S. 123. Oben § 12 IV.Google Scholar
  143. 1.
    Kitzinger, S. 184; Häntzschel, 221.Google Scholar
  144. 2.
    Eine ausführliche Regelung der Schadensersatzfrage enthält § 40 österr. PG.Google Scholar
  145. 3.
    Vgl. darüber, daß der Satz ne bis in idem hier nicht eingreift, oben § 12 III, ferner RGJW. 1927, S. 2005 Nr. 17.Google Scholar
  146. 4.
    Vgl. die eingehenden Erörterungen bei Kitzinger, S. 186 ff. und Häntzschel, S. 224 ff. K. spricht mit Recht von einem „Kabinett juristischer Mißgeburten“. Auf Einzelheiten kann hier nicht eingegangen werden.Google Scholar
  147. 5.
    So auch Kitzinger, S. 189 u. § 36 österr. PG. Diesem Gedanken will die verdienstliche preuß. JM.Verfg. vom 4 V. 22 (JMB1. S. 168; Häntzschel, S. 227) wenigstens für unzüchtige Schriften bereits de lege lata zur Durchführung verhelfen.Google Scholar
  148. 6.
    Über das Verhältnis beider Vorschriften zueinander vgl. Kitzingee, S. 194, über das des § 27 zu § 94 StPO. Häntzschel, S. 234 u. RGJW. 1927, S. 1595, Nr. 31.Google Scholar
  149. 1.
    Ebenso § 39 österr. PG.Google Scholar
  150. 2.
    Teüweise a. A. Kitzinger, S. 200 und de lege lata Friedenthal, S. 43.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1927

Authors and Affiliations

  • H. Mannheim
    • 1
  1. 1.Universität BerlinDeutschland

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