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Die Tuberkulose der weiblichen Geschlechtsteile

  • Hans Meyer-Rüegg
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Zusammenfassung

Die Tuberkulose der weiblichen Genitalien (Abb. 164) ist keine seltene Erkrankung; man findet sie in gegen 2% aller weiblichen Leichen. Berücksichtigt man nur die an Tuberkulose überhaupt verstorbenen Frauen, so stellt sich die Zahl der Genitaltuberkulosen auf 15–20%. — Im Kindes- und Greisenalter kommt sie nur ausnahmsweise vor. Während beim Manne infolge inniger Beziehungen zwischen Genital- und Harnorganen Tuberkulose beider Systeme die Regel bildet, ist bei der Frau ein Zusammentreffen beider Erkrankungen eine Ausnahme. — Die Tuben werden bei weitem am häufigsten befallen; dann folgen Corpus uteri, Ovarien, Vagina, Cervix uteri, Vulva. In 2/3 der Fälle sind Tuben und Uterus zugleich, in 1/4 die Tuben allein und in 1/8 der Uterus allein erkrankt. Von allen chronischen Adnexerkrankungen sind mindestens 6% tuberkulöser Natur. Die Angaben darüber schwanken; die Genauigkeit, mit welcher das zu Gebote stehende Material makroskopisch und mikroskopisch untersucht wird und die Häufigkeit der Tuberkulose überhaupt in einer Gegend beeinflussen den Prozentsatz. Dann wird er in einer Großstadt mit ihrem großen Kontingent an gonorrhoischen Erkrankungen der Adnexe ein kleinerer sein als auf dem Lande.

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Notes

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1923

Authors and Affiliations

  • Hans Meyer-Rüegg
    • 1
  1. 1.Geburtshilfe und GynäkologieUniversität ZürichSwitzerland

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