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Grundgesetze der Strömungslehre

  • Wilhelm Müller
Chapter

Zusammenfassung

Um die mechanischen Gesetze des Gleichgewichts und der Bewegung der Körper übersehen zu können und einer genaueren Untersuchung zugänglich zu machen, ist es nötig, aus der Wirklichkeit, die zunächst nur die mannigfachsten Übergangs- und Mischformen zeigt, einzelne Typen von Körpern herauszuheben, die mit gewissen idealen, d. h. im mathematischen Bilde darstellbaren Eigenschaften des inneren materiellen Zusammenhangs ausgestattet sind. Während dem Begriff des starren Körpers, wie er in der gewöhnlichen Dynamik zunächst gebraucht wird, das abstrahierte Bild eines Aggregats von Massenpunkten zugrunde liegt, die selbst bei Anwesenheit von noch so großen Kräften unveränderliche Abstände behalten, haben wir für eine große Reihe von Erscheinungen die Möglichkeit einer gegenseitigen Verrückung der Teile oder einer Gestaltveränderung (Deformation) ins Auge zu fassen. Diese Vorstellung der Deformierbarkeit ist hier ferner dahin zu ergänzen, daß sowohl für die Massenverbreitung wie für die Bewegung im allgemeinen der kontinuierliche Charakter vorausgesetzt wird. Das würde mathematisch für die Bewegung bedeuten, daß die Geschwindigkeit der einzelnen Massenteile eine stetige, differenzierbare Funktion des Ortes wie der Zeit darstellt. Wie auf Grund dieser Voraussetzung die Unterscheidung der elastischen und der flüssigen Materie zu formulieren ist, wird die weitere Untersuchung lehren.

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Notes

Literatur

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    Vgl. die neuere Darstellung von M. Lagally im Handbuch der Physik, Bd. VII, S. 43.Google Scholar
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    Die folgenden Betrachtungen schließen sich der außerordentlich durchsichtigen Darstellung von R. v. Mises an (Z. ang. Math. Mech. Bd. 3, Heft 1, S. 64–67. 1923.Google Scholar
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    Vgl. bes. J. Spielrein: Lehrbuch der Vektorrechnung, Stuttgart 1916, S. 164 ff.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1928

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Müller
    • 1
  1. 1.Technischen HochschuleHannoverDeutschland

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